Begrüßung per Handschlag
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Kardinal Kasper
Kardinal Kasper

01.07.2016

Kardinal Kasper: Kirchen müssen weiter Richtung Einheit gehen Die Hände geben

"Das kann nicht einfach so weitergehen", mahnt Kardinal Walter Kasper auf einem internationelen Kongress in München zur Beziehung der Christen zueinander. Nach Jahren der Trennung soll der Kongress die Einheit der Christen fördern.

500 Jahre Trennung in katholisch und evangelisch muss den Kirchen laut Kardinal Walter Kasper (83) zu denken geben. "Das kann nicht einfach so weitergehen", sagte der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Rande des Christen-Kongresses "Miteinander für Europa" in München. Beim gemeinsamen Reformationsgedenken im kommenden Jahr wollten die Kirchen daher für die große Annäherung in den vergangenen Jahrzehnten danken. "Zweitens sollten wir uns die Hand geben und sagen: 'Wir bleiben beieinander und wir gehen weiter voran Richtung Einheit'", forderte der katholische Theologe.

Vielfalt als Bereicherung

Die Kirchen seien es der Welt schuldig, ein gemeinsames Zeugnis des Friedens zu geben. Dass Christen unterschiedlicher Konfessionen zusammenkommen und sich auf ihre Gemeinsamkeiten besinnen, sei heute wichtiger denn je, sagte der frühere Kurienkardinal im Vatikan mit Blick auf die Brexit-Entscheidung und die europäische Flüchtlingskrise. "Wir müssen das wieder neu lernen, denn im Westen sind wir alle sehr individualistisch geworden. Jeder denkt an sich und seinen Vorteil." Dabei seien die Kirchen gar nicht so verschieden, Vielfalt müsse vielmehr als Bereicherung gesehen werden, betonte Kasper. "Wir haben das gleiche Evangelium, wir glauben an den gleichen Gott, an Jesus Christus und seine Botschaft der Versöhnung, der Liebe, Gerechtigkeit und Freiheit."

"Miteinander für Europa"

Im kommenden Jahr erinnert das 500. Reformationsjubiläum an den Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517, der zur Spaltung der Kirche führte. Der internationale Kongress "Miteinander für Europa" in München dauert noch bis Samstag den 2. Juli. Rund 1.700 Teilnehmer aus 300 christlichen Gemeinschaften, darunter viel Kirchenprominenz, sind dazu in der bayerischen Landeshauptstadt zusammengekommen. In der Initiative "Miteinander für Europa" sind evangelische, katholische, anglikanische, orthodoxe und freikirchliche Christen zusammengeschlossen. Grundgedanke ist, dass eine Einheit unter den Christen nur durch Versöhnung möglich ist. Das Andere soll als Bereicherung und Ergänzung gesehen werden.

(epd)

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