Orthodoxe Geistliche im Kölner Dom
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02.06.2016

Bulgaren drohen mit Boykott des orthodoxen Konzils Druck aus Sofia

Das erste Panorthodoxe Konzil seit Jahrhunderten steht gut zwei Wochen vor dem geplanten Beginn möglicherweise auf der Kippe. Die bulgarisch-orthodoxe Kirche teilte mit, sie werde dem Konzil fernbleiben, wenn nicht zuvor ihre Bedingungen erfüllt würden.

Das "Heilige und Große Konzil" findet vom 19. bis 26. Juni auf Kreta statt. Das oberste Leitungsgremium der bulgarisch-orthodoxen Kirche, der Heilige Synod, forderte einstimmig eine Verschiebung der Kirchenversammlung.

Da die Verfahrensordnung des Konzils vorsieht, dass Entscheidungen einstimmig von allen 14 Kirchen getroffen werden, droht das lange vorbereite Gipfeltreffen der Orthodoxie an der angedrohten Nichtteilnahme der Bulgaren zu scheitern. Zuvor hatte bereits die georgisch-orthodoxe Kirche angekündigt, sie werde mehrere Textvorlagen ablehnen. Dazu gehöre, dass nichtorthodoxe Religionsgemeinschaften als Kirchen eingestuft werden.

Mehrere Einwände der bulgarisch-orthodoxen Kirche

Die als moskaunah geltende bulgarische Orthodoxie verlangt laut Presseberichten aus Sofia (Donnerstag) "thematische und organisatorische Änderungen" für das Konzil. Zu insgesamt sechs "Einwänden" gehört demnach, dass auf der Tagesordnung "aktuelle Themen von großer Relevanz" für die orthodoxe Christenheit fehlten. Welche Themen dies seien, werde nicht genannt.

Ein weiterer Einwand richtet sich den Angaben zufolge gegen die Verfahrensregel, dass Texte, die beim Konzil diskutiert werden, nicht bereits während der Debatte veröffentlicht werden dürften. Auch heißt es, die Sitzordnung der Patriarchen beim Konzil verstoße gegen das Prinzip der Gleichbehandlung. Auch die Plätze von Konzilsbeobachtern und Gästen sei "unangemessen".

Das Konzil soll am orthodoxen Pfingstfest unter Vorsitz des Ehrenoberhaupts der Weltorthodoxie, des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I., beginnen. Es soll die Einheit der Orthodoxie stärken und ihren künftigen Kurs festlegen. Damit dürfte es auch Folgen für den Dialog mit Katholiken und Protestanten haben.

(KNA)

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