Patriarch Gregor III. von Damaskus bringt bei einem Gottesdienst am 17.5.15 auf dem Petersplatz in Rom eine Ikone zum Altar.
Patriarch Gregor III.

04.06.2015

Gregor III. fordert Friedensbemühungen der christlichen Kirchen "Der Islamische Staat ist eine Pest"

Patriarch Gregor III. ist an Fronleichnam zu Gast in Köln. Das Oberhaupt der melkitisch griechisch-katholischen Kirche fordert im Gespräch mit domradio.de eine einheitliche Linie der christlichen Kirchen im Kampf gegen den Islamischen Staat.

domradio.de: Ist Fronleichnam in Köln auch für Sie ein ganz besonderer Tag?

Gregor III. (Patriarch von Antiochien): Ja, zumal es ein Fest ist, bei dem es um die Präsenz Gottes geht - nicht nur in der Kirche, sondern auch auf der Straße. Man begegnet den Menschen, um ihnen "Grüß Gott" zu sagen und sie einzuladen, ihm zu folgen. 

Außerdem bin ich ein alter Freund der Stadt Köln. Ich kenne Köln seit 1970 und fühle mich bei dieser Prozession sehr zuhause.

domradio.de: Sie haben Ihren Sitz in Damaskus in Syrien. Der Bürgerkrieg dort tobt jetzt schon einige Jahre. Wie geht es Ihnen und den anderen Christen dort?

Gregor III.: In ganz Syrien ist es unsicher. Man kann nie sagen, wo Bomben fallen. Außerhalb Syriens sind drei Millionen und innerhalb Syriens sieben Millionen Menschen auf der Flucht. Davon sind 450 000 Christen.

domradio.de: Sie haben mal gesagt, dass die Syrer niemanden bräuchten, der sie aufnimmt, sondern jemanden, der ihnen hilft, im Land zu bleiben. Wie könnte das gehen?

Gregor III.: Ich werde mich in ein paar Tagen mit den anderen Patriarchen treffen und ein gemeinsames Dokument dazu aufsetzen. Die ganze christliche Kirche muss für den Frieden stehen. Das ist gut für den Glauben der Christen und für den Dialog mit dem Islam. Damit die Muslime sehen, dass das Christentum der gesamten Welt für den Frieden im Nahen Osten steht, speziell in Palästina und Syrien.

Die Welt muss einstimmig gegen den Islamischen Staat (IS) stehen, der eine Pest ist und gegen die Werte der Menschen ist.

 

Die Fragen stellte Matthias Friebe.
Das gesamte Interview können Sie sich in der angehängten Audio-Datei anhören.

(dr)

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