450 Jahre "Heidelberger Katechismus"
450 Jahre "Heidelberger Katechismus"

11.05.2013

Festakt zum "Heidelberger Katechismus" Reformatorische Schrift mit Weltgeltung

Politiker und Kirchenvertreter haben am Samstag den "Heidelberger Katechismus" gewürdigt. Das Werk gilt als eine der bedeutendsten Schriften der reformierten Kirchen.

Vor 450 Jahren erschien ein kleines Lehr- und Unterrichtsbuch, das als Heidelberger Katechismus in die Geschichte einging. Die Schrift, die auf Veranlassung des Kurfürsten Friedrich III. hauptsächlich von dem Melanchton-Schüler Zacharias Ursinus verfasst wurde, entwickelte sich zu einer der meistverbreiteten und wirkmächtigsten christlichen Bekenntnisschriften überhaupt.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Samstag bei der Feier in der Heiliggeistkirche, "die Ambivalenz in der Wirkungsgeschichte des Heidelberger Katechismus wirft ein wichtiges Licht auf unser heutiges Staat-Kirche-Verhältnis". Wichtig sei, "dass der Staat die gesellschaftliche Bedeutung der Kirchen und Religionsgemeinschaften erkennt und würdigt, sich aber einer Bewertung der Religion enthält". Die Erfahrungen des Katechismus zeigten, dass Staat und Religion nicht ineinander aufgehen dürfen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, würdigte den Katechismus als Bekenntnis, "das keine Dogmatik verordnete, sondern argumentierte und versuchte zu überzeugen". Mit einem Glauben, der das Verstehen sucht, "wollte der Heidelberger Katechismus im Kontext der Universität ebenso bestehen wie in der persönlichen Seelsorge".

An der Festveranstaltung nahm auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, teil.

Doppelausstellung

Der Katechismus steht auch im Mittelpunkt von zwei Ausstellungen in der Neckarstadt. Mit "Macht des Glaubens" und Aufbrüchen der Reformationszeit in Richtung Moderne befasst sich ab Sonntag die Doppelausstellung im Heidelberger Schloss und im Kurpfälzischen Museum. Leihgaben aus London, Paris, Delft, Wien, München und anderen Museen wollen die Zeit der Krise und des Umbruchs um das Jahr 1600 illustrieren. Zu sehen sind etwa Portraits, Handschriften, Grafiken, Waffen und Kunstgerätschaften.

Der Katechismus wurde 1563 im Auftrag von Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz in Heidelberg verfasst und stellte erstmals die zentralen Glaubensaussagen der reformatorischen Kirchen zusammen. Bis heute ist der in 129 Fragen und Antworten gegliederte Katechismus ein weltweit genutztes Glaubensbuch. Zu Kontroversen führte die damalige, teils polemische Verurteilung katholischer Glaubensinhalte.

(KNA, dr)

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