16.05.2007

attac: Kirchen kämpfen zu wenig für faire Handelsbedingungen G8 ist das Ziel, aber der Weg?

Nicht immer finden Globalisierungskritiker und Vertreter der Kirchen zusammen. Zu unterschiedlich die Weltanschauungen. Selbst wenn sich Interessen und Ziele überschneiden, bleiben strittige Punkte. Wie gerade: vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni. attac wirft den Kirchen vor, sich zu wenig für fairen Handel einzusetzen. Und wünscht sie sich doch an ihrer Seite.

"Kirche an die Seite dieser Bewegungen"Die Kirchen setzen sich nach Ansicht von attac-Gründer Sven Giegold nicht genug für faire Welthandelsbedingungen ein. Ihre speziell für die Entwicklungspolitik zuständigen Gremien legten zwar "progressive Papiere" vor, sagte der Vertreter der globalisierungskritischen Bewegung am Dienstagabend in Köln. Sie forderten etwa die Entschuldung armer Länder. Doch dann gebe es dazu interne Widersprüche. Giegold: "Als evangelischer Christ wünsche ich mir, dass die Kirche als ganze dafür streitet."Nach den Worten von Giegold fehlt den Globalisierungskritikern häufig Geld, um ihre Forderungen in die Öffentlichkeit zu bringen. Umso wichtiger sei es, dass die Kirchen sich an die Seite dieser Bewegungen stellten. "Wir wünschen uns die Kirchen als Akteur, der klar auf der Seite der Schwachen und Opfer steht." Der Marktmechanismus der "neoliberalen" Globalisierung gebe den Menschen keine Garantie auf ihre Menschenrechte, so der attac Vertreter. "Das ist mit der Menschenwürde nicht vereinbar."Vom G8-Gipfel erwartet Giegold das Signal für eine andere Welt, in der "Rechte global sind, die Natur geschont wird und es friedlich zugeht". Dies sei genau das Gegenteil von dem, was die Politik der G8-Nationen im Augenblick ausmache, so Giegold im domradio-Interview.Kirchentagspräsident: Globalisierung nicht Märkten überlassenKirchentagspräsident Reinhard Höppner sagte, die Globalisierung dürfe nicht "den Unternehmen und Märkten" überlassen werden. Gerechtigkeit entstehe nur, wenn die Politik entsprechende Rahmenbedingungen setze. Entscheidendes Kriterium bei der Gestaltung der Globalisierung müsse die Menschenwürde sein.Giegold und Höppner sprachen beim dritten "KölnDialog", einer Veranstaltungsreihe im Vorfeld des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentags Anfang Juni in Köln. Parallel dazu tagt der G-8-Gipfel der führenden Industrieländer in Heiligendamm. Der Kirchentag will Globalisierungsgegner und -befürworter an einen Tisch bringen.

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