28.11.2021 - 10:00

Kapitelsamt im Kölner Dom Erster Adventssonntag

Delegat Markus Hofmann hat im Kapitelsamt am ersten Adventssonntag den Charakter der Adventszeit hervorgehoben. Er rief in seiner Predigt dazu auf, "die Wohnung unserer Seele für die Ankunft Christi vorzubereiten".

Der Kölner Domkapitular und Delegat des Apostolischen Administrators, Msgr. Markus Hofmann, rief dazu auf, die Adventszeit zu nutzen, "um die Müdigkeit, die uns vielleicht beschlichen hat, loszuwerden. Bitten wir den Engel, der uns von Gott an unsere Seite gestellt ist, uns immer rechtzeitig Bescheid zu geben, wenn der Herr an die Tür meines Herzens klopft – in der heiligen Kommunion, in der Begegnung mit dem Nächsten", so Hofmann weiter.

Durch Gebet und Taten der Liebe könnten die Gläubigen die Wohnung ihrer Seele für die Ankunft Christi vorzubereiten, so Hofmann. Dabei helfe es, "die Freundschaft mit der Gottesmutter Maria und mit den anderen Heiligen, die den Herrn bei seinem Kommen begleiten", zu vertiefen – und sie nicht wie Fremde, sondern wie willkommene Gäste zu behandeln. Dann gelte schon jetzt jeden Tag das Wort aus dem Evangelium "richtet euch auf und erhebt eure Häupter, denn eure Erlösung ist nahe".

Übertragung

DOMRADIO.DE übertrug am ersten Adventssonntag das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom mit dem Delegaten des Apostolischen Administrators, Markus Hofmann.

Die musikalische Gestaltung lag bei Winfried Bönig an der Domorgel und dem Vokalensemble Kölner Dom. Helena Wery, ehemalige Assistentin des Domkantors, dirigierte den Kammerchor der Hohen Domkirche. Im Gottesdienst erklangen Werke u. a. von Arvo Pärt und Helen Ostafew.

Der Advent ist für Christen die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Die Adventszeit beginnt am vierten Sonntag vor dem Christfest. Das Wort kommt vom lateinischen "adventus" und bedeutet "Ankunft". Gemeint ist die Ankunft Jesu auf Erden.

Advent als Vorbereitung auf Weihnachten

In den Gottesdiensten an den Advents-Sonntagen werden häufig Texte aus dem Alten Testament verwendet, die die Ankunft des Erlösers prophezeien. Die vier Kerzen des zum jüngeren Brauchtum zählenden Adventskranzes symbolisieren das Kommen des "Lichts der Welt". Die Zweige immergrüner Tannen stehen für das ewige Leben.

Neben der Erinnerung an die Geburt Jesu hat die Adventszeit ein zweites Thema: die Rückkehr Jesu als Weltenrichter am Ende der Zeiten. Daher hat die Adventszeit auch einen Bußcharakter. Äußere Zeichen hierfür sind die violetten Messgewänder und die violetten Bänder, die sich oft an Adventskränzen finden.

Während die Adventszeit ursprünglich eine Zeit des Fastens war, setzte sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts der Adventskalender mit 24 Türchen durch, hinter denen sich Schokolade, Bilder oder kleine Geschenke verbergen. Der Brauch soll die Wartezeit bis Weihnachten verkürzen.

(KNA, DR)