Friedensinitiativen fordern Ende der Gewalt im Gazastreifen

"Zu einem israelischen Masterplan eskaliert"

Rund 50 Organisationen der deutschen Friedensbewegung haben zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen aufgerufen. Sie forderten am Montag in Aachen ein Ende der israelischen Blockade und die weltweite Unterstützung für einen Dialog zwischen der israelischen und der palästinensischen Zivilgesellschaft.

 (DR)

Die offizielle Politik sei offensichtlich unfähig, einen Frieden zu erreichen. Kritik üben die Initiativen auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), weil sie die Schuld an der Entwicklung einseitig der Hamas zugeschoben habe. "Die Menschen im Gazastreifen und ihre Nachbarn auf der israelischen Seite der Grenze sind seit 2007 Geiseln der israelischen Politik und der palästinensischen Hamas-Regierung geworden", heißt es in der Erklärung, die unter anderem von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der deutschen Sektion der katholischen Friedensbewegung Pax Christi und der Deutschen Sektion der internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges unterzeichnet wurde. Nach zwei Jahren völkerrechtswidriger Abriegelung und widerrechtlicher Inhaftierung oder Tötung führender Persönlichkeiten durch Israel sowie fortgesetzter terroristischer Nadelstiche durch die Hamas sei die Situation entsprechend einem "israelischen Masterplan" eskaliert. Als Weg aus der Krise fordern die Initiativen eine Einmischung von internationalen Nichtregierungsorganisationen, um Blockaden im Friedensprozess zu überwinden. Die Bevölkerung im Gazastreifen benötige humanitäre Hilfe und moralische Unterstützung.