Deutschland werde «von Widerstandsgruppen und Guerilla-Kämpfern zusehends als wichtige Ordnungsmacht wahrgenommen» sagte er. Daher rückten Deutsche «ins Visier der Terroristen». Touristen seien für die Extremisten die am leichtesten erreichbaren Ziele. Nach der US-Präsidentschaftswahl werde die Bedrohung weiter zunehmen, erwartet der Professor für Internationale Politik an der Universität Köln.
Grund sei unabhängig vom künftigen US-Präsidenten, dass sich Deutschland dann international noch stärker engagieren müsse.
Nach Steinbergs Worten gelten Deutsche in arabischen Ländern «als ideale Geiseln», weil der Eindruck bestehe, «dass die Deutschen Lösegeld bezahlen». Entführer hätten zudem wenig Angst vor einer Verfolgung, weil die Bundesregierung zu lasch mit Entführungsfällen umgehe.
Terrorexperten: Deutsche zunehmend Ziel von Extremisten
Touristen in Gefahr?
Deutsche sind nach Einschätzung von Terrorismus-Experten zunehmend die Zielscheibe extremistischer Geiselnehmer. "Je mehr sich die deutsche Außenpolitik international engagiert, desto mehr wird Deutschland als Konfliktpartei wahrgenommen", sagte Guido Steinberg von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Ähnlich äußerte sich der Kölner Politikwissenschaftler Thomas Jäger.
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