Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) fordert einen weltweiten Frauengipfel im Vatikan. Die Zeit sei reif dafür, dass die katholische Kirche die Stimmen von Frauen stärker höre, heißt es in einem am Mittwoch in Würzburg beschlossenen Antrag der Frühjahrsvollversammlung in Würzburg.
Das Katholikenkomitee verwies darauf, dass es schon einige Gipfel im Vatikan gegeben habe, die aktuelle Fragen bearbeitet hätten. Sie seien vom gegenseitigen Zuhören geprägt gewesen und hätten die Lebens- und Berufungszeugnisse von Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Zugleich böten solche Gipfel die Chance, wissenschaftliche Impulse aus Theologie und anderen Disziplinen zu integrieren und Akteurinnen und Akteure aus allen Erdteilen zu vernetzen.
Änderungen in Leseordnungen der Gottesdienste
Zugleich forderte die Frühjahrsvollversammlung Änderungen an der geltenden Leseordnung biblischer Texte in den katholischen Gottesdiensten. Diese Leseordnungen berücksichtigten viele Frauen der Bibel nicht oder ignorierten durch Kürzungen ihre Glaubenszeugnisse und Lebenserfahrungen. Es sei an der Zeit, die biblischen Frauen in den Gottesdienst-Texten angemessen zu Wort kommen und in ihrem Glaubenshandeln sichtbar werden zu lassen.
Zudem sprach sich das Katholikenkomitee dafür aus, dass Frauen in allen Bistümern mit Predigten und Auslegungen der Bibel beauftragt werden können.