Ausbleibende Pilger bringen Jerusalemer Benediktiner in Finanznot

Spenden als Haupteinnahmequelle

Für die deutschsprachigen Benediktiner im Heiligen Land wird die finanzielle Lage aufgrund sinkender Pilgerzahlen schwierig. Zu Pfingsten hoffen sie auf Spenden, um Arbeitsplätze zu sichern und Solidaritätsaktionen fortzuführen.

Dormitio Abtei in Jerusalem / © Karin Wabro (shutterstock)
Dormitio Abtei in Jerusalem / © Karin Wabro ( shutterstock )

Die Finanzlage der deutschsprachigen Benediktinerabtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg ist dramatisch: "Unsere wirtschaftliche Basis ist mittlerweile zusammengebrochen", heißt es in einem Spendenaufruf der Mönche vom Mittwoch.

Folgen der Pandemie und des Kriegs

Weil seit Jahren wegen Pandemie und Krieg Pilger ausbleiben, müsse die Gemeinschaft mittlerweile auf Rücklagen für die Altersvorsorge zurückgreifen. Ohne Pilger als Haupteinnahmequelle lebe man "fast nur noch von Spenden", so die Mönchsgemeinschaft. "Das Licht des Glaubens darf hier nicht verlöschen – und jeder, der hilft, entzündet es neu", heißt es in dem Spendenaufruf zum bevorstehenden Pfingstfest.

Die heiligen Orte der Benediktiner würden weiter offengehalten; und 29 Mitarbeiter, viele von ihnen Christen, sollen nicht entlassen werden. Eingehende Spenden sollen unter anderem für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze sowie für Solidaritätsaktionen verwandt werden.

Dormitio-Abtei

Dormitio-Abtei in Jerusalem / © Renardo Schlegelmilch (DR)
Dormitio-Abtei in Jerusalem / © Renardo Schlegelmilch ( DR )

Die deutschsprachige Benediktinerabtei der Dormitio gehört als Blickfang zur Silhouette Jerusalems. Der Bau des Klosters auf dem Zionsberg am Rande der Altstadt begann im März 1906. Es befindet sich dort, wo nach kirchlicher Überlieferung das Letzte Abendmahl Jesu und die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel stattfanden. Abt ist seit 2023 Pater Nikodemus Schnabel.

Quelle:
KNA