Kurz vor Beginn des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg kommt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in der fränkischen Bischofsstadt zu seiner Frühjahrsvollversammlung zusammen.
Politisch wollen sich die rund 230 Mitglieder mit dem Thema Rente auseinandersetzen. Innerkirchlich geht es bis Mittwoch erneut um die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs und die Gründung der Synodalkonferenz, des geplanten neuen nationalen Gremiums der katholischen Kirche in Deutschland.
In der Synodalkonferenz wollen Bischöfe und Laien, also nichtgeweihte Katholiken, ihre Beratungen über mögliche Reformen in der katholischen Kirche in Deutschland fortsetzen. Gesetzt sind die Bischöfe der 27 deutschen Bistümer. Dazu kommen 27 Vertreter des Zentralkomitees sowie 27 weitere Katholikinnen und Katholiken. Die 27 ZdK-Mitglieder sollen voraussichtlich Ende Juni gewählt werden. Wann die Synodalkonferenz erstmals zusammentritt, hängt auch davon ab, ob und wann der Vatikan die Satzung anerkennt.
Beschlüsse zum kirchlichen Leben in Deutschland
Bischöfe und Laien hatten im November nach intensiven Debatten einstimmig eine Satzung für die Synodalkonferenz beschlossen. Vorgesehen ist, dass das Gremium Stellung zu wesentlichen Entwicklungen in Staat, Gesellschaft und Kirche in Deutschland nimmt. Außerdem wollen Bischöfe und Laien Beschlüsse fassen zu wichtigen Fragen des kirchlichen Lebens von bundesweiter Bedeutung.
Schließlich soll die Synodalkonferenz ein gewisses Mitspracherecht erhalten bei Finanz- und Haushaltsangelegenheiten der katholischen Kirche in Deutschland, "die nicht auf diözesaner Ebene entschieden werden".