Unbekannte sägen Klöppel einer Kirchenglocken an

Täter hinterlassen Zettel

Mit offenkundig hoher krimineller Energie haben unbekannte Täter den Glockenturm der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen beschädigt. Unter anderem sägten sie die Klöppel von zwei Glocken an. Die Hintergründe und Motive sind unklar.

Kirchenglocken / © Markus Klümper (dpa)
Kirchenglocken / © Markus Klümper ( dpa )

Unbekannte Täter haben im Glockenturm der Auferstehungskirche am Kurpark Bad Oeynhausen schwere Schäden verursacht. Sie hatten die Klöppel von zwei Glocken jeweils zur Hälfte angesägt, wie der evangelische Kirchenkreis Vlotho am Freitagabend erklärte. Nach Einschätzung von Fachleuten hätte die Tat schwerwiegende Folgen haben können. Wären die Glocken in Betrieb gegangen, hätten die beschädigten Klöppel abbrechen können. Dadurch hätten erhebliche Schäden entstehen und schlimmstenfalls Menschen verletzt werden können, hieß es.

Zudem hatten die Täter laut Kirchenkreis zwei unter Spannung stehende Starkstromleitungen durchgesägt. Die Schäden seien bemerkt worden, weil die Küsterin festgestellt habe, dass die Glocken nicht mehr richtig funktionierten. Daraufhin war eine Fachwerkstatt mit der Überprüfung beauftragt worden.

Pfarrerin: Täter gingen zielgerichtet vor

Pfarrerin Theodora Beer sprach von einer gezielten und offenbar gut vorbereiteten Aktion: "Die Täter müssen Werkzeug mitgebracht haben und wussten offensichtlich genau, was sie taten". Die Verantwortlichen der Kirchengemeinde zeigten sich erschüttert. "So etwas haben wir in dieser Form noch nicht erlebt", heißt es aus der Gemeinde. Die Schäden werden den Angaben zufolge voraussichtlich erhebliche Kosten verursachen. Die genaue Höhe sei derzeit noch nicht absehbar. Über mögliche Hintergründe oder Motive könne derzeit nur spekuliert werden.

Täter hinterließen Hinweiszettel zu der Sabotage

Irritierend sei zudem, dass die Täter in der Glockenkammer sogar einen Hinweiszettel hinterlassen hätten, der auf die defekten Glocken aufmerksam machen sollte, hieß es. Dies deute darauf hin, dass die Tat geplant gewesen sei und mögliche Folgen bewusst in Kauf genommen wurden.

Die Auferstehungskirche war bereits vorher das Ziel schwerer Sachbeschädigung geworden. So war dort bereits das Geländer am Aufgang zur Kirche beschädigt und vor wenigen Tagen ein dort installierter Defibrillator entwendet worden.

Quelle:
epd