An der Potsdamer Garnisonkirche haben die Bauarbeiten für die Turmhaube begonnen. Am Dienstag wurden die ersten von insgesamt 24 Edelstahlsäulen auf das Baufeld hinter der Garnisonkirche geliefert. Die jeweils 7,26 Meter hohen Säulen sollen nun montiert werden - und laut Peter Leinemann, Vorstand der Stiftung Garnisonkirche, im Frühjahr 2027 auf den Turm gehoben werden.
27 Meter hoch, 60 Tonnen schwer
Der Bau der insgesamt 27 Meter hohen und 60 Tonnen schweren Turmhaube ist der letzte Arbeitsschritt am Turm der Kirche, deren Wiederaufbau in Potsdam stets umstritten war. Der seit Ende 2024 geöffnete Turm beherbergt heute unter anderem eine Ausstellung zum Verhältnis von Kirche und Militär. Mit dem Eintritt für eine Aussichtsterrasse soll der Betrieb finanziert werden.
Mit 30.000 Besuchern blieb der Kirchturm 2025 allerdings deutlich hinter den erwarteten Besucherzahlen zurück. Leinemann wollte am Dienstag auf Nachfrage keine Angaben zur Entwicklung der Besucherzahlen in diesem Jahr machen.
Gebäude gilt als historisch belastet
Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hatte im vergangenen Jahr beschlossen, der Garnisonkirche keine weiteren Mittel zur Verfügung zu stellen. In der Garnisonkirche war 1933 der Reichstag mit einem symbolischen Händedruck von Adolf Hitler und dem greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg eröffnet worden. Wegen dieses "Tags von Potsdam" gilt das Gebäude historisch als belastet.