Erneut hat das antichristliche Verhalten eines israelischen Soldaten international Empörung ausgelöst. Wie israelische Medien am Mittwochabend berichteten, wurde der Mann dabei fotografiert, wie er in einem südlibanesischen Dorf einer Marienstatue eine Zigarette in den Mund steckte.
Auf Online-Plattformen, wo das Foto kursierte, reagierten viele Nutzer schockiert. Israels Armee kündigte eine Untersuchung an. Die Aufnahme sei bereits vor mehreren Wochen entstanden, hieß es. Ein solches Verhalten sei "in keiner Weise mit den Werten vereinbar", die von den Soldaten erwartet würden.
Franziskaner empört
Die Franziskanerkustodie im Heiligen Land verurteilte den Vorfall als "respektlos und empörend". "Wir fordern die israelische Regierung und das Militär auf, zu handeln und eine klare Botschaft zu senden, dass solches Verhalten inakzeptabel ist", hieß es in einer Erklärung. Der Fall müsse "mit größter Ernsthaftigkeit" behandelt werden.
Der Fall ereignete sich den Angaben zufolge im Christendorf Debel. Dort hatte im vergangenen Monat ein israelischer Soldat ein Kruzifix zerstört - und damit weltweite Empörung ausgelöst. Die Armee bestrafte ihn und einen weiteren Soldaten mit 30 Tagen Militärhaft und übergab der Gemeinde ein neues Kreuz. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versprach, Christen zu schützen und die Religionsfreiheit zu achten.