Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang hat bei ihren Großeltern einen tiefen Glauben erlebt. "Darauf bin ich fast ein bisschen neidisch", sagte Lang der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Der Glaube habe ihnen Sicherheit und Geborgenheit gegeben, das habe sie gerade an deren Lebensende gemerkt, so die Enkelin eines Pfarrers. Die frühere Fraktionsvorsitzende der Grünen nimmt am Katholikentag teil, der am 13. Mai in Würzburg eröffnet wird.
Gebetet und die Bibel gelesen
Die Bibel habe in ihrer Kindheit eine große Rolle gespielt. Als Enkelin eines Pfarrers habe sie ihm an seinem Lebensende aus der Bibel vorgelesen. "Das war eine sehr verbindende Erfahrung", so Lang, die für ihre Partei im Bundestag sitzt. Auch mit ihrer Großmutter habe sie Psalmen aus der Bibel gelesen und mit ihr gebetet. Seit dem Tod der beiden sei die Bibel "ein bisschen aus meinem Leben verschwunden". Beim Katholikentag gestaltet Lang unter anderem eine Bibelarbeit mit dem Würzburger Bischof Franz Jung.
Vom Engagement der Kirchen zeigt sich Lang, die sich selbst als nicht gläubig bezeichnet, beeindruckt. Sie finde es gut, dass diese sich für Menschen einsetzen, "die wenige Rechte haben - etwa für Geflüchtete oder für Menschen, die in Armut leben".