Für die Präsidentin des Deutschen Caritasverbands muss am Tag der Arbeit der Blick auf die Jugend gerichtet werden. "Wir dürfen Jugendliche mit den Anforderungen der beruflichen Orientierung nicht alleine lassen", sagte Eva Welskop-Deffaa der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin.
Zu viele junge Menschen hätten Schwierigkeiten beim Übergang ins Berufsleben. Mehr als 50.000 Schülerinnen und Schüler verließen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss. Schlechte Wirtschaftsprognosen minderten die Einstiegschancen für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger. "Ausbildungsabbrüche gehören zum Alltag", so Welskop-Deffaa.
Freiwilligendienst kann Orientierung geben
"Schule, Jobcenter und außerschulische Lernorte müssen gemeinsam dazu beitragen, dass Jugendliche ihre Potentiale erkennen und mit Neugier und Zukunftsmut ihre beruflichen Wege erkunden", bekräftigte Welskop-Deffaa.
Vor diesem Hintergrund warb sie für das Freiwilligenjahr als Orientierungsjahr. Sie erwarte, dass die Bundesregierung bei der angekündigten Neugestaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen die berufliche Orientierungsfunktion der Freiwilligendienste stärke und die Zugänge auch für Jugendliche aus weniger begüterten Familien leichter mache.