Würzburger Dommuseum sucht neues Zuhause für Fünf-Meter-Altar

Wegen vorübergehender Schließung

Er ist fünf mal fünfeinhalb Meter groß, rund 25 Jahre alt und laut den Verantwortlichen zu schade fürs Depot. Das Museum des Bistums Würzburg schließt für eine Sanierung und sucht ein neues Zuhause für den sogenannten Kemberger Altar.

Das Museum am Dom in Würzburg im August 2021 / © Anne Czichos (shutterstock)
Das Museum am Dom in Würzburg im August 2021 / © Anne Czichos ( shutterstock )

Gesucht wird demnach deutschlandweit ein Ort für eine öffentliche Präsentation, etwa ein Museum oder eine Kirche. 

Das Museum am Dom sucht ein neues Zuhause für den "Kemberger Altar" von Michael Morgner / © Benjamin Brückner (POW)
Das Museum am Dom sucht ein neues Zuhause für den "Kemberger Altar" von Michael Morgner / © Benjamin Brückner ( POW )

Der Altar solle Wertschätzung und Aufmerksamkeit erfahren, sagte Sammlungskurator Christoph Deuter. Idealerweise sollte er von beiden Seiten zugänglich sein, empfahl er. Eine sakrale Nutzung sei "möglich und sinnvoll". Laufzeit für die Leihgabe soll etwa 10 bis 25 Jahre sein, mit Option auf Verlängerung. Wegen seiner Größe könne man den Altar "nicht mal eben so" ausleihen.

Eigentlich als Cranach-Ersatz gedacht

Der Kemberger Altar wurde laut Mitteilung in den Jahren 2000/01 von dem Künstler Michael Morgner gestaltet. Er sollte eigentlich den historischen Hochaltar von Lucas Cranach dem Jüngeren von 1565 in der Marienkirche in Kemberg bei Wittenberg ersetzen, der 1994 abgebrannt war.

Doch dann war ein anderer Künstler beauftragt worden, weshalb Morgner den Altar dann für das Museum umsetzte. Seine Flügel können auf verschiedene Weise geklappt werden und zeigen Kreuzigung und Auferstehung Jesu.

Bistum Würzburg

Das Bistum Würzburg liegt im nordwestlichen Bayern und deckt sich im Wesentlichen mit dem Regierungsbezirk Unterfranken. Es gehört seit 1818 zur Bamberger Kirchenprovinz und untersteht damit formal dem dortigen Erzbischof, derzeit Herwig Gössl. 

Aussicht auf die Würzburger Wallfahrtskirche "Käppele" im Hintergrund / © Zyankarlo (shutterstock)
Aussicht auf die Würzburger Wallfahrtskirche "Käppele" im Hintergrund / © Zyankarlo ( shutterstock )
Quelle:
KNA