Unbekannte besprühen Innsbrucker Dom mit Graffiti

Polizei ermittelt

Schmierereien auf historischen Gebäuden sorgen immer wieder für Ärger und hohe Kosten. Nun wurde auch die Fassade des Innsbrucker Doms von Unbekannten besprüht. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Sachbeschädigung.

Innsbrucker Dom St. Jakob / © Chris Rinckes (shutterstock)
Innsbrucker Dom St. Jakob / © Chris Rinckes ( shutterstock )

Ein Frosch, ein Katzengesicht, ein nackter Körper und ein Baum sind seit dem Wochenende auf der südwestlichen Fassade des Innsbrucker Doms zu sehen. 

Unbekannte hätten die Motive mit Sprühfarbe angebracht, berichtete die Tiroler Tageszeitung am Montag. Hinweise auf die Täter gebe es bislang nicht. Die Polizei ermittle wegen schwerer Sachbeschädigung.

Wie entfernt man am besten das Graffiti?

Die Schmierereien nannte das Bistum Innsbruck inakzeptabel. Zugleich setze man in der Angelegenheit auf Zurückhaltung und eine sachliche Behandlung des Vorfalls. Bischof Hermann Glettler bezeichnete das Graffiti in den sozialen Medien als "eigenartig". 

Bischof Hermann Glettler / © Paul Wuthe/Kathpress/KNA (KNA)
Bischof Hermann Glettler / © Paul Wuthe/Kathpress/KNA ( KNA )

Zudem erklärte er, dass es sich hierbei um eine ungünstige und sehr kostspielige Art der Kommunikation handle. Derzeit sucht das Bistum nach Expertenmeinungen für die Entfernung der Graffiti.

Diözese Innsbruck

Das Bistum Innsbruck entstand erst vor 53 Jahren, als Spätfolge der 1919 besiegelten Teilung Tirols zwischen Österreich und Italien. Papst Paul VI. schrieb im August 1964 die neuen Tiroler Bistumsgrenzen fest. Die Administratur Innsbruck-Feldkirch wurde zur selbstständigen Diözese Innsbruck und der Kirchenprovinz Salzburg zugewiesen. Die Diözese Bozen-Brixen kam zur Erzdiözese Trient. Das Christentum fasste in Tirol bereits im 5. und 6. Jahrhundert Fuß.

Innsbrucker Dom St. Jakob / © Chris Rinckes (shutterstock)
Innsbrucker Dom St. Jakob / © Chris Rinckes ( shutterstock )
Quelle:
KNA