Bischof Gerber betont soziale Funktion der Kirche

"Immer das Wohl aller im Blick"

Fuldas Bischof Michael Gerber ist es ein Anliegen, Gräben in der Gesellschaft zu überwinden. Die Kirche sei dafür ein guter Ort. Denn sie setze sich für die Würde jedes einzelnen Menschen ein und scheue dafür auch keine Konflikte.

Bischof Michael Gerber / © Angelika Zinzow (KNA)
Bischof Michael Gerber / © Angelika Zinzow ( KNA )

Der Fuldaer Bischof Michael Gerber hat die Rolle der Kirchen als einigende Kraft in der Gesellschaft hervorgehoben. "Wir als Kirche engagieren uns für einen Dialog, der Werten verpflichtet ist, die in ihrem Kern immer das Wohl aller im Blick haben", betonte Gerber am Sonntag anlässlich eines Empfangs unter dem Leitmotiv "Das, was uns verbindet, ist immer mehr als das, was uns trennt" in Fulda.

Für die Würde des Lebens jedes Menschen einsetzen

Der Bischof erläuterte: "Werte, für die wir uns entscheiden und einsetzen, müssen von der Qualität sein, dass sie universal und ohne weitere Voraussetzung für alle gelten." Das sei eine Kernaussage der Verkündigung Jesu und eine Schlüsselerfahrung der Urkirche.

Als Bischof sei es sein Anliegen, dafür wahrgenommen zu werden, "dass wir uns für die Würde des Lebens jedes Menschen als universellen Wert einsetzen – und dafür auch keine Konflikte scheuen", so Gerber.

Bistum Fulda

Das Bistum Fulda wurde im Jahr 1752 gegründet. Es erstreckt sich vom nordhessischen Bad Karlshafen bis in den Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim und von der Universitätsstadt Marburg in Oberhessen bis nach Geisa im Thüringer Land auf einer Fläche von 10.318 Quadratkilometern. 

Die Diözese hat rund 317.400 Katholikinnen und Katholiken. Fulda ist ein Diasporabistum, in dem die Katholiken insgesamt in einer Minderheit sind, wenn auch mit regional starken Unterschieden. 

Der Fuldaer Dom begrüßt die deutschen Bischöfe. / © Ingo Brüggenjürgen (DR)
Der Fuldaer Dom begrüßt die deutschen Bischöfe. / © Ingo Brüggenjürgen ( DR )
Quelle:
KNA