Die Erzdiözese München und Freising unterstützt laut Mitteilung vom Donnerstag mit einer Spende von 200.000 Euro an Caritas International die Menschen im Südosten des zentralafrikanischen Landes.
Von dem Geld sollen Lebensmittel, Hygieneartikel, Gegenstände des täglichen Bedarfs und Trinkwasser für Geflüchtete und Rückkehrer aus dem Sudan beschafft werden. Ziel sei es, die Versorgung von insgesamt 500 Haushalten im Auffangcamp Marassabré und den umliegenden Dörfern zu verbessern, heißt es. Die Mittel sollen aber auch in Maßnahmen etwa zur Stärkung lokaler Strukturen fließen.
Im Sudan führen seit April 2023 die sudanesischen Streitkräfte und die Miliz der Rapid Support Forces (RSF) einen Bürgerkrieg mit katastrophalen humanitären Folgen für die Zivilbevölkerung. Die Vereinten Nationen berichten über schwere Kriegsverbrechen wie Massenhinrichtungen, Vergewaltigungen und extreme Gewalttaten durch die RSF, wie in der Hauptstadt Al-Faschir des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur im Oktober 2025.
Zufluchtsort
Hinzu kommt den Angaben nach eine massive Ernährungsunsicherheit, die sich im Zuge des Konflikts teils zu einer Hungersnot entwickelt hat. Dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge wurden im Sudan seit 2023 rund zwölf Millionen Menschen vertrieben. Der Osten des Tschad ist für die Menschen, die vor der Gewalt in der sudanesischen Provinz Darfur fliehen, zu einem wichtigen Zufluchtsort geworden. Bis März 2026 seien rund 918.000 geflüchtete Menschen angekommen und registriert worden.
Caritas International leistet der Mitteilung zufolge die Hilfe mit der Caritas der Diözese Mongo im Südosten des Tschads. Der katholische Wohlfahrtsverband arbeitet eng mit den Regierungsbehörden sowie Organisationen der Vereinten Nationen zusammen, um die Nothilfemaßnahmen zu koordinieren.