Stiftung für Schulen des Bistums Trier gegründet

Bildungsangebot sichern

Das Bistum Trier gründet eine Schulstiftung, um trotz sinkender Kirchensteuern christliche Bildung zu sichern. Ab 2026 können Eltern freiwillig spenden. Der Schulbesuch bleibt jedoch weiterhin beitragsfrei und für alle Kinder offen.

Symbolbild Leeres Klassenzimmer in einer Schule / © Harald Oppitz (KNA)
Symbolbild Leeres Klassenzimmer in einer Schule / © Harald Oppitz ( KNA )

Das Bistum Trier hat eine Stiftung für die Schulen in seiner Trägerschaft gegründet. Dadurch könnten Eltern ab dem Schuljahr 2026/2027 mit einem freiwilligen Beitrag ermöglichen, dass das Bistum "trotz sinkender Kirchensteuereinnahmen auch in Zukunft ein hochwertiges, christlich geprägtes Bildungsangebot machen kann", teilte das Bistum am Mittwoch mit.

Zunächst sei die "Schulstiftung für das Bistum Trier" mit einem Kapital von 850.000 Euro ausgestattet, welches nicht aus dem laufenden Haushalt, sondern aus Rücklagen und einer Erbschaft stamme. 

Blick auf den Trierer Dom / © Julia Steinbrecht (KNA)
Blick auf den Trierer Dom / © Julia Steinbrecht ( KNA )

"Weder die Aufnahme noch der Besuch eines Kindes an einer Schule in Trägerschaft des Bistums ist an die Zahlung geknüpft", hieß es. "Die Beiträge kommen anonymisiert durch die Förderstiftung ausschließlich der jeweiligen Schule zugute." Eltern, Lehrkräfte und die Partner in der Politik seien bereits seit Längerem informiert; zu Beginn des neuen Schuljahres folgten weitere Informationen, wie das freiwillige Elternengagement konkret geleistet werden könne. 

Bistum Trier

Das Bistum Trier ist das älteste in Deutschland. Es erstreckt sich über eine Fläche von 12.870 Quadratkilometern. Im Bistum Trier, das Grenzen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien hat, leben etwa 2,5 Millionen Menschen, davon sind 1,1 Millionen katholisch. 

Als erster Bischof von Trier gilt der Heilige Eucharius im dritten Jahrhundert. Das spätere Erzbistum, dessen Oberhirten seit 1198 auch Kurfürsten waren, war eines der wichtigsten im alten Reich. Es umfasste ein Gebiet vom französischen Stenay an der Maas im Westen bis vor Gießen im Osten. 

Liebfrauenkirche und Trierer Dom / © Julia Steinbrecht (KNA)
Liebfrauenkirche und Trierer Dom / © Julia Steinbrecht ( KNA )
Quelle:
epd