Weltbischofssynode legt nächste Schritte fest

Fahrplan für weltweite Mitwirkung

Der Umbau der katholischen Kirche zu einem Organismus mit aktiver Mitsprache auf allen Ebenen geht weiter. Das zuständige Büro im Vatikan hat nun über Schritte beraten. Bis 2028 folgen globale Versammlungen und neue Beratungen.

Papst Franziskus nimmt an einer Sitzung der 16. Generalversammlung der Bischofssynode in der Halle Paul VI. im Vatikan teil. / © Alessandra Tarantino/AP (dpa)
Papst Franziskus nimmt an einer Sitzung der 16. Generalversammlung der Bischofssynode in der Halle Paul VI. im Vatikan teil. / © Alessandra Tarantino/AP ( dpa )

In der katholischen Weltkirche soll es auch künftig gemeinsame Leitungsberatungen auf mehreren Ebenen geben. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Mitteilung des Sekretariates der Bischofssynode hervor, das Mitte April tagte. Demnach sollen bei einem Treffen im Vatikan vom 23. bis 25. Juni die Schritte für die Umsetzung der Synodenbeschlüsse von 2024 auf Ebene der Kontinente festgelegt werden. 

Diese Umsetzung und deren Bewertung soll im Frühjahr 2028 abgeschlossen sein. Im Oktober 2028 ist dann eine globale "kirchliche Versammlung" in Rom geplant. An dem Vorbereitungstreffen Ende Juni sollen die Vorstände der kontinentalen Bischofsräte wie CELAM (Lateinamerika), CCEE (Europa) oder Secam (Afrika) sowie Patriarchen der katholischen Ostkirchen teilnehmen. Die Bischofskonferenzen der USA und Kanadas sollen ebenfalls vertreten sein. 

Chefs aller Bischofskonferenzen in Rom 

An einem Tag werde auch Papst Leo XIV. an den Beratungen teilnehmen, hieß es. Für "Anfang des Sommers" kündigte das Sekretariat die Veröffentlichung eines genauen Fahrplans für die nächsten Schritte der Synodalversammlungen auf kontinentaler und globaler Ebene an. Neue Details wurden auch über das geplante Treffen zur Debatte über das Schreiben "Amoris laetitia" von Papst Franziskus mitgeteilt.

Papst Leo XIV. winkt nach der Messe auf dem Petersplatz am Palmsonntag / © Andrew Medichini/AP (dpa)
Papst Leo XIV. winkt nach der Messe auf dem Petersplatz am Palmsonntag / © Andrew Medichini/AP ( dpa )

Demnach tagen vom 7. bis 14. Oktober die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen in Rom. Sie sollen auf Bitte von Papst Leo XIV. über das innerkirchlich zunächst umstrittene Dokument und seine Anwendung in der Seelsorge für wiederverheiratete Geschiedene sprechen. 

In der Erklärung heißt es nun, diese Versammlung der Bischofskonferenzvorsitzenden im Oktober werde von der Vatikanbehörde für die Laien und Familien mit Unterstützung des Synodensekretariates organisiert. Es handele sich aber nicht um eine Synodalversammlung, sondern um ein Beratungstreffen der Konferenzvorsitzenden mit dem Papst. 

Umsetzung der Weltsynode bis 2028

Die von Papst Franziskus begonnene Weltsynode der katholischen Kirche für mehr aktive Teilhabe der Gläubigen war mit einer Versammlung in Rom und mit einem Abschlussdokuments am 26. Oktober 2024 zu Ende gegangen. Die Umsetzungsphase soll nun in fünf Phasen ablaufen.

Synodenaula während der Weltsynode / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Synodenaula während der Weltsynode / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA