Papst Leo XIV. reist in Konfliktzone in Kamerun

Regionale und religiösen Spannungen

Kamerun war lange ein Hort der Stabilität in Westafrika. Doch Sprach-, Regional- und Religionskonflikte sorgen seit einigen Jahren für Unruhe in der einstigen deutschen Kolonie. Nun tritt der Papst als Friedensbote auf.

Straßenszene in Douala, Kamerun / © akturer (shutterstock)
Straßenszene in Douala, Kamerun / © akturer ( shutterstock )

Am vierten Tag seiner Afrikareise besucht Papst Leo XIV. in Kamerun eine von internen Konflikten geprägte Zone des Landes.

In Bamenda im Nordwesten Kameruns wird erwartet, dass er für den Frieden zwischen der englischsprachigen Minderheit und der französischsprachigen Mehrheit in dem westafrikanischen Land werben wird. Der Papst nimmt dort an einem ökumenischen und interreligiösen Treffen teil und wird nach einem protestantischen und einem muslimischen Würdenträger eine Rede halten.

Regionalkonflikt

Am Nachmittag wird der Papst am Flughafen von Bamenga eine Messe unter freiem Himmel feiern und in englischer Sprache predigen. Der Regionalkonflikt zwischen englischsprachigen und französischsprachigen Provinzen ist neben religiösen Spannungen zwischen Muslimen und Christen ein Grund für innenpolitische Konflikte in dem westafrikanischen Land. Kamerun war in den vergangenen Jahrhunderten erst eine deutsche und später teils eine britische und teils eine französische Kolonie.

Nach seinem Abstecher in den englischsprachigen Nordwesten wird der Papst am Donnerstagabend in der Hauptstadt Yaoundé zurückerwartet. Am Freitag fliegt er weiter in die im Westen gelegene Metropole Douala. Danach stehen mit Angola und Äquatorialguinea zwei weitere afrikanische Länder auf der Route der bislang längsten Auslandsreise von Papst Leo XIV.

Live: Papst Leo XIV. in Afrika

Am 13. April beginnt Leo XIV. seine bisher längste Auslandsreise als Papst und besucht vier Länder in zehn Tagen: Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. DOMRADIO.DE überträgt alle wichtigen Stationen live in Kooperation und mit deutschem Kommentar von Vatican News.

Montag, 13. April

Rom – Algier

Quelle:
KNA