Predigten: Weihbischof Puff im Pontifikalamt am Ostermontag

"Unsere Welt brennt und wir feiern Ostern"

DOMRADIO.DE hat das Pontifikalamt am Ostermontag aus dem Kölner Dom mit Weihbischof Ansgar Puff übertragen. In seiner Predigt rief dieser dazu auf, den destruktiven Realitäten der Welt mit einer heilsamen Haltung zu begegnen.

"Jeder sehnt sich danach, glücklich zu sein", sagte Weihbischof Puff im Kölner Dom. Doch die Realität sehe oft anders aus - Kriege, Wohnungsnot, finanzielle Sorgen. "Unsere Welt brennt und wir feiern Ostern". Ostern sei mehr als eine Erinnerung an Christus. Ostern könne zu einer Veränderung unserer Haltung führen. "Dass dieser Jesus von den Toten auferstanden ist, motiviert mich unglaublich", betonte Weihbischof Ansgar. Es stecke an und "infiziere", das Leben entsprechend zu gestalten. 

Der Kölner Weihbischof rief dazu auf, den destruktiven Realitäten unserer Welt eine heilsame und alternative Haltung entgegenzustellen. "Nur durch Liebe ist die Welt in all seinen Aspekten zu retten", zitierte Weihbischof Ansgar den Maler Marc Chagall. Im Evangelium erlebten die Jünger auf ihrem Gang nach Emmaus Jesus. 

Sie erkennen: Dieser Mann kann den unerträglichen Realitäten einen Sinn ergeben. Die Begegnung mit Jesus verändere ihre Haltung. "So wird es auch uns gehen", betonte Ansgar Puff. In der Kommunion, im Gottesdienst. "Der Auferstandene ist bei uns. Wir sind mit ihm auferweckt". Das Böse werde nicht siegen. Diese Gewissheit könne uns Halt schenken und uns ermöglichen, anderen entmutigten Menschen aufzuhelfen, so der Weihbischof.