Die chaldäische Kirche ist eine mit Rom verbundene katholische Ostkirche mit Wurzeln im alten Mesopotamien (heute Irak, Iran, Syrien). Das heißt, sie gehört zur katholischen Weltkirche, bewahrt aber eigene Riten und Traditionen. Ihre Gläubigen gehören zur Tradition der sogenannten ostsyrischen Kirche.
Die Liturgie wird bis heute teilweise auf Aramäisch gefeiert – der Sprache, die auch Jesus gesprochen hat.
Viele Chaldäer leben inzwischen im Exil. Kriege, Verfolgung und wirtschaftliche Not haben in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass große Teile der Gemeinschaft ihre Heimat verlassen haben.
Heute gibt es größere Gemeinden unter anderem in Europa, den USA und im Kaukasus. Im Irak, ihrem ursprünglichen Kerngebiet, ist ihre Zahl stark zurückgegangen.
Weltweit gehören schätzungsweise rund 600.000 bis 700.000 Gläubige zur chaldäischen Kirche. Finanziert wird sie vor allem durch Pfarreien und Diözesen, durch Spenden der Diaspora und durch kirchliche Hilfswerke, die Gemeinden im Nahen Osten unterstützen.