Die europaweit bekannten Touristen-Highlights in der sächsischen Oberlausitz wie die Zittauer Fastentücher und das Heilige Grab in Görlitz verzeichnen einen deutlichen Besucherrückgang. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Recherche der "Sächsischen Zeitung". Die Zahlen hätten sich nach der Corona-Pandemie auf einem niedrigeren Niveau als vorher eingependelt.
Demnach kommen nach Zittau noch 20.000 Menschen pro Jahr, um das Große Fastentuch zu betrachten. In den ersten Jahren nach 1999, als es erstmals ausgestellt wurde, seien es jährlich 38.000 Besucher gewesen, sagte der Vorsitzende des Vereins Zittauer Fastentücher, Andreas Johne.
Das Zittauer Fastentuch von 1472 gilt als eines der ältesten und größten erhaltenen Fastentücher der Welt. Auf dem Leinentuch wird in 90 Darstellungen die biblische Geschichte von der Erschaffung der Welt über Leiden, Tod und Auferstehung Christi bis zum jüngsten Gericht erzählt.
Älteste Nachbildung von Jesus-Grab in Jerusalem
Zu den von der Evangelischen Kulturstiftung Görlitz betreuten Stätten – dem Heiligen Grab, der Nikolaikirche und dem Nikolaifriedhof mit seinen barocken Grufthäusern – kamen laut "Sächsischer Zeitung" in früheren Jahren insgesamt an die 30.000 Besucher.
Zum Heiligen Grab kamen laut Kulturstiftung in den Jahren 2024 und 2025 jeweils noch 13.000 Besucher. Das Heilige Grab in Görlitz gilt als älteste erhaltene Nachbildung des Originals in Jerusalem. Es ist vor allem in der Osterzeit ein vielbesuchter Ort.