Papst Leo XIV. wird das Kreuz am Kolosseum tragen

Traditioneller Karfreitags-Kreuzweg

Der Kreuzweg am Kolosseum gehört zu den eindrucksvollsten römischen Zeremonien am Karfreitag. In diesem Jahr wird erstmals seit vielen Jahren der Papst das Kreuz selbst tragen. Und besondere Texte gibt es auch.

Kolosseum in Rom / © Paolo Gallo (shutterstock)

Papst Leo XIV. wird beim traditionellen Karfreitags-Kreuzweg am Kolosseum in Rom das Holzkreuz selber tragen.

Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Das verlautete am Dienstag aus dem Vatikan. In den Vorjahren hatte Papst Franziskus wegen seiner Gehbehinderung diese symbolische Geste nicht mehr selbst übernehmen können und überließ sie anderen Gläubigen.

Texte der Meditationen von Francesco Patton

Die Texte der Meditationen für die Feier im Andenken an den Weg Jesu nach Golgotha vor fast 2.000 Jahren wurden in diesem Jahr von dem Franziskaner Francesco Patton verfasst. Er war von 2016 bis 2025 Kustos im Heiligen Land und lebt jetzt am Berg Nebo in Jordanien. Die Texte dürften daher unter anderem auf die aktuellen Kriege in Nahost Bezug nehmen.

Francesco Patton / © Hadas Parush (KNA)
Francesco Patton / © Hadas Parush ( KNA )

In den vergangenen beiden Jahren hatte Papst Franziskus persönlich die Meditationen verfasst. Am Karfreitag 2025 war er krankheitsbedingt beim Kreuzweg am Kolosseum nicht anwesend, er starb drei Tage später im Vatikan.

Karfreitag

Am Karfreitag gedenken die Christen des Leidens und Sterbens Jesu. Theologisch ist der Feiertag untrennbar mit Ostern als dem Fest der Auferstehung verbunden.

Das Wort "Kar" kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "Kummer". Karfreitag gedenken Katholiken und Protestanten der Kreuzigung Jesu. Neben Aschermittwoch ist dies der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Buß- und Fasttag gilt.

Karfreitag ist ein stiller Feiertag (dpa)
Karfreitag ist ein stiller Feiertag / ( dpa )
Quelle:
KNA