Caritas-Einrichtungen laden Pilger zum Auftanken ein

"Kraftorte unserer Gesellschaft"

Nicht nur der Jakobsweg in Spanien ist populär. Auch in Deutschland pilgern immer mehr Menschen auf durch die Jakobsmuschel gekennzeichneten Wegen. Die Caritas bietet Stationen an, um zwischendurch Pause zu machen.

Gelbe Muschel des Jakobswegs / © gregorioa (shutterstock)
Gelbe Muschel des Jakobswegs / © gregorioa ( shutterstock )

Wanderer und Pilger, die in Deutschland auf den Jakobswegen unterwegs sind, können nun in einigen Caritas-Einrichtungen eine Rast einlegen. Wie der Caritasverband am Dienstag in Berlin ankündigte, startet er zusammen mit der Deutschen Sankt Jakobus-Gesellschaft eine bundesweite Pilgeraktion. Sie steht unter dem Motto der Caritas-Jahreskampagne "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen".

Symbolbild Caritas / © BalkansCat (shutterstock)

Bundesweit werden Caritas-Einrichtungen zu Pilgerstationen: Wanderer und Pilger können in Kitas, Mehrgenerationenhäusern, Familienzentren oder Pflegeeinrichtungen pausieren. Zugleich haben sie die Möglichkeit, die Einrichtungen kennenzulernen.

"Kraftorte unserer Gesellschaft"

"Ziel des Pilgerns ist es, unterwegs zu sein – zu sich selbst, zum anderen und zu Gott", erklärte die Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. Die Pilger könnten nicht nur Gemeinschaft und Begegnung erfahren, sondern Einrichtungen als "Kraftorte unserer Gesellschaft" entdecken. Zugleich erhielten die Pilger in den Einrichtungen auch einen offiziellen Pilgerstempel.

Mehrere Hunderttausend Menschen sind jedes Jahr in Deutschland als Pilger unterwegs. Besonders bekannt ist der Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Aber auch Wallfahrtsorte wie Altötting, Kevelaer oder Fulda sind prominente Ziele. Hinzu kommen zahlreiche weitere spirituelle Orte wie Klöster, Kathedralen und moderne Pilgerangebote, die als Ziele dienen, auch wenn sie nicht immer als klassische Wallfahrtsorte gelten.

Jakobsweg

Der Jakobsweg ist ein europaweites Netz von Straßen und Wegen. Seit dem neunten Jahrhundert führt er Pilger vom Baltikum über Polen, Deutschland, die Schweiz und schließlich Frankreich zum angeblichen Grab des Apostels Jakobus ins spanische Santiago de Compostela. Im Mittelalter erstreckten sich die Tagesetappen meist von einem "heiligen Ort", an dem Reliquien verehrt wurden, zum nächsten.

 © Sonja Geus (DR)
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Quelle:
KNA