Wanderer und Pilger, die in Deutschland auf den Jakobswegen unterwegs sind, können nun in einigen Caritas-Einrichtungen eine Rast einlegen. Wie der Caritasverband am Dienstag in Berlin ankündigte, startet er zusammen mit der Deutschen Sankt Jakobus-Gesellschaft eine bundesweite Pilgeraktion. Sie steht unter dem Motto der Caritas-Jahreskampagne "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen".
Bundesweit werden Caritas-Einrichtungen zu Pilgerstationen: Wanderer und Pilger können in Kitas, Mehrgenerationenhäusern, Familienzentren oder Pflegeeinrichtungen pausieren. Zugleich haben sie die Möglichkeit, die Einrichtungen kennenzulernen.
"Kraftorte unserer Gesellschaft"
"Ziel des Pilgerns ist es, unterwegs zu sein – zu sich selbst, zum anderen und zu Gott", erklärte die Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. Die Pilger könnten nicht nur Gemeinschaft und Begegnung erfahren, sondern Einrichtungen als "Kraftorte unserer Gesellschaft" entdecken. Zugleich erhielten die Pilger in den Einrichtungen auch einen offiziellen Pilgerstempel.
Mehrere Hunderttausend Menschen sind jedes Jahr in Deutschland als Pilger unterwegs. Besonders bekannt ist der Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Aber auch Wallfahrtsorte wie Altötting, Kevelaer oder Fulda sind prominente Ziele. Hinzu kommen zahlreiche weitere spirituelle Orte wie Klöster, Kathedralen und moderne Pilgerangebote, die als Ziele dienen, auch wenn sie nicht immer als klassische Wallfahrtsorte gelten.