Zu den Osterfeierlichkeiten erwartet die Besucher auf dem Petersplatz wieder ein Meer an Tausenden Pflanzen und Blumen. Seit Seit 40 Jahren kommen die Tulpen aus Amsterdam in den Vatikan.
Es sind Geschenke aus Italien und den Niederlanden, die den Brauch 1986 begonnen hatten, wie der Vatikanstaat am Freitag mitteilte. Um die kunstvollen Arrangements der bunten Blumen auf dem Platz und im Petersdom kümmert sich die Garten- und Umweltabteilung des Vatikanstaates gemeinsam mit den Gast-Floristen.
Am Palmsonntag (29. März) werden traditionell 120 Palmen und 120.000 Olivenzweige verschenkt, gespendet von der Nationalen Vereinigung der Städte mit Olivenanbau der Region Umbrien.
Der Brauch erinnert daran, dass die Menschen Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem mit Palmwedeln zujubelten. Zudem gibt es die vor allem in Ligurien gefertigten "Palmurelli", Gebinde aus Palmzweigen und -blättern als Friedenssymbole, die aus Sanremo angeliefert werden.
Urbi et Orbi, blumengeschmückt
Zum Ostersonntag (5. April) verwandelt sich dann der Petersplatz in ein Blumenmeer aus Holland. Seit 40 Jahren wird die großzügige Spende niederländischer Floristen im Laufe der Karwoche in den Vatikan geliefert. Spätestens zum Segen "Urbi et Orbi", den Papst Leo XIV. am Ostersonntagmittag von der geschmückten Mittelloggia des Petersdoms erteilt, ist die kostbare Pracht dann über die Fernsehbilder weltweit zu sehen.
Die Initiative, dem Papst zu Ostern Blumen zu spenden, starteten Ehrenamtliche aus der niederländischen Floristik-Branche. Sie wird von der nationalen Bischofskonferenz und der Stiftung "Bloemenpracht Rom" unterstützt. Die Dekorationen entstehen unter Leitung von Chefdekorateur Piet van der Burg in Zusammenarbeit mit dem Garten- und Umweltdienst des Vatikanstaates.
Über 70.000 Pflanzen für den Papst
Für das Arrangement werden 65.000 Tulpen-, Narzissen-, Hyazinthen- und Mini-Narzissenzwiebeln und 220 weiße und orangefarbene Veilchen verwendet. Ebenso sind 7.800 Blumen wie Rosen, Rittersporn, Anthurien, Chrysanthemen, Gerbera und Levkojen vorgesehen. Hinzu kommen 600 Feigenkaktus-Zweige, 80 Azaleen, 600 lange Weidenkätzchen- und Eukalyptuszweige sowie verschiedene Grünpflanzen.
Bevor der Transport nach Rom aufbricht, werden alle Blumen am Dienstag (31. März) vom Vorsitzenden der Niederländischen Bischofskonferenz, Bischof Johannes Harmannes Jozefus van den Hende von Rotterdam, im Blumenpark Keukenhof in Lisse gesegnet.