Spendenaktion bringt Osterlicht nach Jerusalem und Tabgha

Dunkelheit mit Licht erfüllen

Es soll ein Zeichen der Hoffnung setzen. Mönche der Jerusalemer Dormitio-Abtei laden zu einer Osteraktion mit Kerzenspenden ein. Jede Spende bringt Licht, sowohl im Gottesdienst als auch als konkrete Hilfe vor Ort.

Symbolbild Kerzen werden angezündet / © Julia Steinbrecht (KNA)
Symbolbild Kerzen werden angezündet / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Die Mönche der Jerusalemer Dormitio-Abtei laden Freunde und Förderer aus aller Welt mit ihrer Osteraktion 2026 ein, "Dein Osterlicht im Heiligen Land" aufzustellen. In ihrem aktuellen Rundbrief schreiben die Benediktiner: "Wir laden Sie und Euch ein, durch das Licht der Osternacht mit uns in Jerusalem oder in Tabgha die Nacht aller Nächte zu feiern und die Dunkelheiten unserer Tage mit dem Licht unseres auferstandenen Herrn zu erleuchten."

Dormitio Abtei in Jerusalem / © Karin Wabro (shutterstock)
Dormitio Abtei in Jerusalem / © Karin Wabro ( shutterstock )

Für jede eingegangene Spende mit dem Verwendungszweck "Osterkerze" werde in der Osternacht in der Dormitio-Basilika oder in der Brotvermehrungskirche in Tabgha eine kleine Kerze angezündet.

Krieg schränkt Tourismus ein

Bereits 2024 hatte die Abtei dazu eingeladen, die Osternacht in der Dormitio oder in Tabgha mit einer gespendeten Kerze heller zu machen.

Im damaligen Aufruf hieß es: "Helfen Sie und helft Ihr uns bitte, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und damit einheimischen, zumeist christlichen Familien in unserem unmittelbaren Lebensumfeld, zu helfen!" Angesichts des damaligen Konflikts stehe eine wirtschaftliche Stabilisierung und Erholung des für beide Klöster wichtigen Tourismus noch nicht in Aussicht. Der aktuelle Iran-Krieg hat diese Situation erneut verschärft.

Eine ähnliche Aktion bieten die Benediktiner der Dormitio schon seit etlichen Jahren zu Weihnachten an. Unter dem Leitwort "Ich trage deinen Namen in der Heiligen Nacht nach Bethlehem" bringen sie eine Schriftrolle mit den Namen und Anliegen von Gläubigen aus dem deutschsprachigen Raum in die Geburtsgrotte von Bethlehem. Zuletzt waren dort mehrere Zehntausend Namen aufgeführt.

Dormitio-Abtei

Dormitio-Abtei in Jerusalem / © Renardo Schlegelmilch (DR)
Dormitio-Abtei in Jerusalem / © Renardo Schlegelmilch ( DR )

Die deutschsprachige Benediktinerabtei der Dormitio gehört als Blickfang zur Silhouette Jerusalems. Der Bau des Klosters auf dem Zionsberg am Rande der Altstadt begann im März 1906. Es befindet sich dort, wo nach kirchlicher Überlieferung das Letzte Abendmahl Jesu und die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel stattfanden. Abt ist seit 2023 Pater Nikodemus Schnabel.

Quelle:
KNA