DOMRADIO.DE: Wie sieht es bei Ihnen gerade in Sachen Pilger-, also Outdoor-Klamotten aus? Alles muss raus?
Beate Steger (Pilgerexpertin und Autorin): Also alles nicht, aber ich miste schon das aus, was ich lange nicht getragen habe, einfach um Platz im Kleiderschrank zu schaffen. Denn eigentlich braucht man auch nicht so viel.
Aber ich habe schon einige Lieblingsstücke, teilweise sogar schon seit fast 20 Jahren. Die sind sehr lange haltbar.
DOMRADIO.DE: Gibt es denn auch eine Möglichkeit, Pilger-Kleidung und Accessoires nachhaltig einzukaufen?
Steger: Mittlerweile gibt es ganz tolle Aktionen, die auch von großen Outdoor-Firmen wie Bergzeit oder Globetrotter umgesetzt werden. Die haben Second-Hand-Shops, bei denen man seine Klamotten verkaufen kann.
Das Besondere ist, dass beispielsweise Globetrotter die Ware auch einkauft. Sie müssen also nicht wie auf anderen Plattformen versteigert werden. Man bietet es denen an und wenn das in einem guten Zustand ist, dann übernehmen die das.
DOMRADIO.DE: Funktionieren denn auch Möglichkeiten zum Ausleihen?
Steger: Es gibt auch hier spezielle Plattformen, wo Pilgerinnen sich treffen und austauschen und dann auch Leihmöglichkeiten besprechen können. Ganz toll ist, wenn man in der Nachbarschaft bei Pilgerstammtischen einfach mal fragt, ob jemand einen Rucksack übrig hat und man ihn ausleihen kann. Es gibt zudem Seiten wie nebenan.de, wo man sich mit der Nachbarschaft vernetzen kann. Also, da gibt es viele Möglichkeiten, um fündig zu werden.
Das Interview führte Hilde Regeniter.