Die neue Außenbeleuchtung des Kölner Doms ist mit dem IALD Radiance Award 2026 ausgezeichnet worden, wie die Rheinenergie am Montag mitteilte. Der international renommierte Preis würdigt herausragende Leistungen im architektonischen Lichtdesign.
Das Lichtplanungsbüro "Licht Kunst Licht" nahm die Auszeichnung bei einem Festakt am Wochenende entgegen. Die Jury hob insbesondere die gestalterische Qualität des Konzepts sowie die Verbindung von architektonischem Verständnis, technischer Präzision und Nachhaltigkeit hervor.
Grundlage der Planung ist das Prinzip "Licht folgt Architektur". Statt einer flächigen Ausleuchtung setzt das Konzept auf gezieltes Streif- und Akzentlicht, das die differenzierte Struktur der gotischen Fassade betont.
Die bisherige, in die Jahre gekommene Beleuchtungsanlage wurde im vergangenen Jahr vollständig ersetzt. Seither wird der Dom von rund 700 präzise ausgerichteten LED-Leuchten angestrahlt, die über etwa zwölf Kilometer Kabel verbunden sind.
Trotz Energieeinsparungen gibt es auch Kritik
Die damalige Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, lobte 2025 das neue Konzept bei der Installation: "Die neue Beleuchtung macht den Dom vom Diamanten zum Brillanten." Der Dom sei als Wahrzeichen bereits ein "Diamant", durch den "Feinschliff" der Beleuchtung komme er nun noch stärker zur Geltung.
Trotz erheblicher Energieeinsparungen gibt es auch Kritik. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hatte bereits im Vorfeld gewarnt, dass die Lichtverschmutzung zunehmen und das Naturbiotop am Dom sowie dort lebende Insekten beeinträchtigt werden könnten. Die Verantwortlichen weisen dies zurück und betonen, die neue Technik ermögliche eine deutlich gezieltere Ausleuchtung.