Mit Blick auf die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat Irme Stetter-Karp "Mut zur Demokratie" und ein neues Miteinander gefordert. Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) beklagte am Freitag in Berlin, zu viele Menschen wählten "den Weg des Rückzugs aus demokratischen Räumen oder das radikale Nein zu einer offenen Gesellschaft".
Es besorge sie, dass es selbst etablierten Parteien schwerfalle, vor Ort ausreichend Kandidaten zu mobilisieren, sagte die Präsidentin des höchsten repräsentativen Gremiums des deutschen Laien-Katholizismus.
"Christ sein in einer vielfältigen Gesellschaft bedeutet, integrativ zu wirken, Bedürfnisse von Gruppen zu erkennen, die am Rande stehen, Lösungen für krisenhafte Entwicklungen zu suchen", so Stetter-Karp. Und weiter: "Wir wollen auch in Zukunft in einer Demokratie leben."
Sorge über Aufstieg der AfD
Sie betonte, die AfD sei für Christen nicht wählbar. Den Aufstieg der Partei nannte sie besorgniserregend. "Offensichtlich ist zu lange Zeit viel zu wenig darüber geredet worden, wie wir als Gesellschaft in Zukunft miteinander leben wollen. Fördern wir eine wertschätzende Streitkultur!", so Stetter-Karp. Das stärke die Demokratie auf allen Ebenen.
Entscheidend sei, nicht erst über die Menschenwürde anderer abzustimmen: "Wir sprechen sie allen zu - egal, woher der Mensch kommt und was ihn auszeichnet", stellt Stetter-Karp klar. "Eine Partei, die das infrage stellt, stellt unser Grundgesetz infrage."