Influencer-Uhus im Marburger Kirchturm begeistern mit Nachwuchsküken

"Mach mal Piep"

Die Uhus, die im Turm 60 Meter über einer Kirche im hessischen Marburg leben, haben Nachwuchs. Bisher macht sich das erste Küken nur mit Piepsen bemerkbar. Doch den mehr als 3.000 Zuschauern auf YouTube scheint das egal zu sein.

Uhu mit Küken (Archiv) / © Richard Guijt Photography (shutterstock)
Uhu mit Küken (Archiv) / © Richard Guijt Photography ( shutterstock )

Mehr als 250.000 Mal wurde bereits ihr Youtube-Kanal angeklickt – bei den beliebten Uhus im Kirchturm von Marburg ist am Mittwochmorgen das erste Küken geschlüpft. Das teilte der Naturschutzbund (Nabu) mit. Im Livestream war jedoch auf den ersten Blick nur die aufgeplusterte Uhu-Mutter zu erkennen.

In der Live-Cam des NABU Marburgs kann man den Uhu beim Brüten beobachten.  / © Live-Cam NABU_Marburg (privat)
In der Live-Cam des NABU Marburgs kann man den Uhu beim Brüten beobachten. / © Live-Cam NABU_Marburg ( privat )

"Noch ist das Vogelbaby nicht zu sehen, denn es hält sich meist unter dem wärmenden Gefieder der Uhu-Mama auf", hieß es. Mehrfach sei jedoch ein Piepsen zu hören gewesen. Die Mutter sei in der Nacht unruhig gewesen. Hunderte Uhu-Fans verfolgten im Netz das Geschehen über der Elisabethkirche. Zuschauer reagierten mit fröhlichen Kommentaren und Glückwünschen.

Die anderen Küken schlüpfen auch bald

Von den Kopfbewegungen des Weibchens könne man schließen, dass im Nest in 60 Metern Höhe schon Nahrung zerkleinert und gefüttert worden sei, so der Nabu. "In den nächsten Tagen werden sich die zwei anderen Küken aus ihrem Ei befreien."

Im Jahr 2011 hatte man im Südturm der evangelischen Kirche einen Nistkasten installiert, um Wanderfalken anzulocken. Stattdessen bezogen 2013 Uhus das Nest und kamen immer wieder. Die Fans haben den Elternvögeln in einer Abstimmung die Namen Hugo und Lisbeth gegeben.

Mehr als 3.600 Menschen haben bei Youtube den Kanal der Uhus abonniert. Rückmeldungen bekamen die Tierschützer unter anderem aus den USA, aus Argentinien, Spanien und Armenien. Die gotische Elisabethkirche wurde 1235 bis 1283 über dem Grab der Heiligen Elisabeth erbaut. Ihre Türme sind 80 Meter hoch.

Quelle:
KNA