Die Deutsche Bischofskonferenz und die 27 (Erz-)Diözesen der katholischen Kirche haben die Kirchenstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Wie vor einem Jahr handelt es sich zunächst um vorläufige Zahlen, die noch geringe Abweichungen erfahren können.
23 Prozent der Bevölkerung katholisch
Wie die am Montag veröffentlichten Zahlen zeigen, machen in Deutschland die Katholiken 23 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Insgesamt hat die katholische Kirche hierzulande 19.219.601 Kirchenmitglieder. Bei den Taufen (109.028), Trauungen (19.478) und kirchlichen Bestattungen (203.496) sind die Zahlen erneut rückläufig. Stabil hingegen bleiben die Zahlen bei den Feiern von Erstkommunion (152.357) und der Firmung (105.334).
Leicht gestiegen – wie bereits in den zurückliegenden beiden Jahren – ist der Gottesdienstbesuch (6,8 Prozent). Zudem sind mit 2.269 Menschen mehr Personen in die katholische Kirche eingetreten als im Vorjahr. Dieser Trend ist auch bei den Gläubigen erkennbar, die wieder aufgenommen worden (5.443 Personen). Rückläufig war hingegen die Zahl derer, die aus der Kirche ausgetreten sind (307.117), so die Deutsche Bischofskonferenz in einer am Montagmittag veröffentlichen Pressemitteilung.
Aufgrund von Strukturmaßnahmen in den Bistümern ist die Gesamtzahl der Pfarreien auf 8.997 gesunken. Außerdem verzeichnete die katholische Kirche bundesweit 2025 zudem 25 Priesterweihen.
Bischof Wilmer: Bedauere jeden Kirchenaustritt
Für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, seien die Zahlen des Jahres 2025 ein Spiegelbild der Kirche. "Es ist ein schönes Zeichen, dass der Gottesdienstbesuch erneut ganz leicht steigenden Zuspruch findet", sagte der DBK-Vorsitzende. Zudem empfinde er es als positives Zeichen, dass die Zahlen von Erstkommunion und Firmung stabil geblieben sind.
Die "nach wie vor hohe Anzahl von Kirchenaustritten" bedauere er, da jeder Kirchenaustritt schmerze. "Wir werden weniger Christinnen und Christen in Deutschland, was uns nicht davon abhält, (...) mit hohem persönlichen Einsatz Zeugnis von unserem Glauben zu geben", bilanziert Bischof Wilmer. Im Zuge dessen nutzte er die Gelegenheit, ein Wort des Dankes an alle Ehrenamtlichen in der Kirche zu richten, die durch die Statistik nicht erfasst würden. Trotz aller Umbrüche ermutigte Wilmer, nach vorne zu schauen und "in ökumenischer Verbundenheit nach Wegen suchen, wie Christsein heute in der Gesellschaft zu größerer Akzeptanz führen kann", erklärt Bischof Heiner Wilmer.