Für viele Menschen in Deutschland ist Ostern offenbar nicht mehr nur ein religiöses, sondern auch ein kulturelles Fest: Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA).
Ein gutes Drittel (35 Prozent) sehen Ostern als beides ("teils, teils"). 15 Prozent betonen den religiösen Charakter, 22 Prozent den kulturellen. 9 Prozent sehen Osten als ein "vor allem kulturelles" Fest. Für 11 Prozent handelt es sich beim wichtigsten Fest für Christinnen und Christen "vor allem" um einen religiösen Anlass. Der Rest machte keine Angaben.
Im Christentum wird die Auferstehung Jesu am dritten Tag nach dem Tod am Kreuz gefeiert. Die Botschaft von Kreuz und Auferstehung ist das Fundament ihres Glaubens. Kerngehalt ist, "dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst über den Tod siegen wird", so beschreibt es der katholische Katechismus. In diesem Jahr fällt der Ostersonntag auf den 5. April.
Ältere legen Wert auf religiösen Aspekt
Ein wichtiger Faktor für die Wahrnehmung von Ostern ist offenbar das Alter der Befragten. In der Altersgruppe 55 plus sehen besonders viele (14 Prozent) vor allem einen religiösen Charakter, bei der jüngsten Gruppe (18 bis 24 Jahre) sagen dies 6 Prozent. Die Umfrage zeigt zudem leichte regionale Unterschiede: Während im Westen 12 Prozent der Befragten vor allem ein religiöses Fest in Ostern sehen, sagten dies im Osten halb so viele.
In erster Linie religiös gaben darüber hinaus 17 Prozent unter den CDU/CSU-Anhängern und -Anhängerinnen an. Unter jenen Befragten, die mit der FDP sympathisieren, waren es nur 6 Prozent, bei der Linken 9 Prozent, unter SPD-Wählerinnen und -Wählern 14 Prozent, bei Grünen 10 Prozent und bei AfD-Zugehörigen 12 Prozent. Online befragt wurden laut Angaben 2.324 Personen ab 18 Jahren; die Umfrage ist repräsentativ für die erwachsene Wohnbevölkerung.