Der Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), hat die Religionsgemeinschaften zum gemeinsamen Kampf gegen Hass, Hetze, Rassismus, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit aufgerufen. "Wir alle müssen uns gemeinsam gegen die demokratiefeindlichen Kräfte stellen und das gemeinsame Signal setzen: Unser NRW bleibt eine weltoffene Gemeinschaft", sagte der NRW-Minister für Bundesangelegenheiten am Dienstagabend beim Iftar-Empfang in der Staatskanzlei.
Liminski lobte Muslime, Juden und Christen für ihre gemeinsamen Werte und ihren Einsatz für Demokratie. "Diese Verantwortung für unsere Gemeinschaft teilen wir alle", sagte er in Vertretung von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). "Wir sollten nie den Blick für die gegenseitige Solidarität und Hilfe füreinander vergessen." Nordrhein-Westfalen sei "ein vielfältiges Land" mit vielen Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Hintergründe. Diese Vielfalt gelte es, zu bewahren und zu sichern. Gerade in Zeiten mit Krisen und Kriegen in der Welt sei dies ein wichtiges Signal.
Fastenmonat Ramadan endet am Abend des 19. März
An dem Fastenbrechen anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan nahmen Vertreterinnen und Vertreter der islamischen Landesverbände, der Kirchen und der jüdischen Gemeinden sowie der Landespolitik teil. Auch Integrationsministerin Verena Schäffer (Grüne) und die Antisemitismusbeauftragte des Landes, Sylvia Löhrmann, waren dabei.
Das Fasten im Ramadan ist eine der heiligen Pflichten der Muslime. Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang sollen sie nicht trinken, nicht essen, keinen Alkohol zu sich nehmen und nicht rauchen. Außerdem steht die Fastenzeit im Zeichen der Versöhnung, des Friedens und der Fürsorge für die Armen. Die erste Mahlzeit nach Sonnenuntergang zum Beispiel verteilen viele muslimische Gemeinden umsonst an Bedürftige. In diesem Jahr endet der Fastenmonat Ramadan am Abend des 19. März.