Der Sportbischof der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Stefan Oster, freut sich über die gewachsene mediale Öffentlichkeit für die Paralympischen Spiele. "Parasportlerinnen und Parasportler und ihre herausragenden sportlichen Erfolge rücken immer mehr in den Fokus der Berichterstattung und der öffentlichen Aufmerksamkeit", sagte Oster der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Zugleich wünsche er sich eine umfangreichere Berichterstattung über die Paralympics hinaus, "um diesen für Inklusion notwendigen Bewusstseinswandel nachhaltig anzustoßen".
Eine sensible Berichterstattung über die Paralympischen Winterspiele biete die Möglichkeit, stereotype und vielfach an vermeintlichen Defiziten ausgerichtete Bilder von Menschen mit Behinderungen zu überwinden, sagte der Passauer Bischof. Die Sportlerinnen und Sportler seien Vorbilder und Identifikationsfiguren.
Botschaft an die Teilnehmer
Direkt an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Winterspiele gerichtet, sagte Oster: "Sie selbst sind die Botschaft! Sie selbst sind beispielgebend für viele andere." Er wünsche allen erfolgreiche Wettkämpfe und gute Begegnungen, sodass die Spiele ein "Fest für alle" werden. Die Paralympischen Winterspiele finden vom 6. bis 15. März in Mailand und Cortina d'Ampezzo statt.
Neben einem Bewusstseinswandel durch Berichterstattung kann laut Oster auch der Abbau von Barrieren an den Wettkampforten dazu beitragen, Aufmerksamkeit auf eine barrierearme Gestaltung des öffentlichen Raums zu lenken. Insgesamt sehe er großes Potenzial durch die Winterspiele: So mache die erhöhte Aufmerksamkeit auch deutlich, dass es vielfach einen strukturellen Nachholbedarf in Sachen Inklusion und Teilhabe gebe, so Oster. Im Breitensport fehle etwa häufig die Infrastruktur, damit Menschen mit Behinderung im Sportverein oder Fitnessstudio mitmachen könnten.