Abt Nikodemus sendet Videoimpulse aus dem Kriegsgebiet

Einblicke und Ausblicke

Der Nahe Osten ist im Ausnahmezustand. Wie geht man als Christ, Mönch und Seelsorger mit dem Krieg um? Abt Nikodemus Schnabel nimmt uns mit in seinen momentanen Alltag und sendet aktuelle Videoimpulse aus der Abtei in Jerusalem.

Nikodemus Schnabel, Abt der Benediktinerabtei Dormitio / © Andrea Krogmann (KNA)
Nikodemus Schnabel, Abt der Benediktinerabtei Dormitio / © Andrea Krogmann ( KNA )

Seit dem Kriegsausbruch zwischen dem Iran, Israel und den USA finden sich zehntausende Deutsche im Kriegsgebiet. Zwischen den Fronten leben auch die Christen, wie die Benediktinerbrüder der deutschsprachigen Dormitio-Abtei in Jerusalem und des Priorats Tabgha am See Genezareth. 

Wie spendet man den Menschen trotz aller Verzweiflung Mut und Hoffnung? Wie wird ein gottesdienstliches Leben aufrechterhalten? Darüber berichtet Abt Nikodemus Schnabel von der Dormitio-Abtei in Jerusalem.

Sonntag 22.03.2026

Manchmal wirke es, als hätte der Ölpreis mehr Gewicht als Menschenleben, sagt Abt Nikodemus von der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Er erinnert daran, worauf es wirklich ankommt: Katholische Filipinos auf Öltankern rund um die Straße von Hormus leben in ständiger Angst um ihr Leben. Er betet für Opfer und Täter im Krieg – und setzt ein klares Zeichen: Im Mittelpunkt stehen die Menschen, nicht das Öl. 

Samstag 21.03.2026

Abt Nikodemus Schnabel gibt in seinem Video-Impuls Entwarnung aus Jerusalem: Trotz besorgniserregender Bilder wurde niemand in der Altstadt verletzt. Während die Mönche auf dem Zion eigentlich am Vorabend des Hochfestes des Heimganges des heiligen Vaters Benedikt feiern wollen, zwingt der Krieg zur Vorsicht. Seine Botschaft bleibt klar – mit Worten des heiligen Benedikt: "Suchet Frieden und jaget ihm nach."

Freitag 20.03.2026

Eine apokalyptische Stimmung in Jerusalem beschreibt Abt Nikodemus in seinem Video-Impuls. Er berichtet, wie der Krieg die Menschen verändert und stellt eine tiefgehende Frage: "Gibt es einen Menschen, der sagen kann, der Krieg führe zu einem Mehr an Liebe?"

Mittwoch, 18.03.2026

"Dieser Krieg macht mich müde!" schildert Abt Nikodemus in seinem Video-Impuls. Die Aufnahme des Videos musste allerdings ein bisschen warten.

Dienstag, 17.03.2026

Zwei Raketenalarme, ein Geburtstag, eine schöne Eucharistiefeier und ein Vortrag: Ein Tag, der für Jerusalem typisch sei, sagt Abt Nikodemus.

Montag, 16.03.2026

Was schenkt in dieser bedrückenden Kriegszeit noch Freude? Zum gestrigen Laetare-Sonntag gibt Abt Nikodemus eine hoffnungsvolle Antwort.

Sonntag, 15.03.2026

Bleiben oder Gehen? Diese Frage stellen sich aktuell die Studierenden in der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Abt Nikodemus erzählt von der schwierigen Entscheidung und davon, wie Gott ihnen hilft, den richtigen Weg zu finden.

Samstag, 14.03.2026:

Neben den Soldatinnen und Soldaten auf dem Schlachtfeld leiden insbesondere Kinder im gesamten Nahen Osten unter dem täglichen Bombenalarm. "Sie werden traumatisiert", sagt Abt Nikodemus. Sein Blick geht zum Kreuz, das Heil, Leben und Hoffnung verspricht.

Freitag, 13.03.2026:

In dieser schweren Kriegszeit im Nahen Osten berichtet Abt Nikodemus von einem Abschied: Der apostolische Nuntius in Israel, Erzbischof Adolfo Tito Yllana, verlässt das Land. 

Donnerstag, 12.03.2026:

Was gibt Hoffnung und Halt angesichts der Zustände im Nahen Osten? Abt Nikodemus will treu bleiben. Treu zu Gott und treu zu seinen Mitbrüdern in der Abtei.

Mittwoch, 11.03.2026:

Trotz des Krieges, der weiterhin die Menschen im Nahen Osten in Atem hält, gibt es immer wieder Momente, die Hoffnung geben. Von einem solchen Moment erzählt Abt Nikodemus in seinem heutigen Impuls.

Dienstag, 10.03.2026:

"Krieg tötet", sagt Abt Nikodemus. Der Kriegsmontag hat ihn sehr belastet. Gestern erfuhr er, dass ein Priester im Libanon getötet wurde. Und doch gab es an diesem Tag auch einen Moment der Hoffnung. 

Montag, 09.03.2026:

Der zweite Kriegssonntag ist vorüber. Abt Nikodemus berichtet, wie er den Tag erlebt hat und wer eigentlich alles auf dem Zion zusammenlebt. Seine Hoffnung auf Frieden bleibt ungebrochen.

Sonntag, 08.03.2026:

Zum Weltfrauentag berichtet Abt Nikodemus von einem internationalen Rosenkranzgebet, vor allem mit Ordensfrauen, in der Krypta seiner Abtei. Ihn berührte das Sitzen um die Muttergottesstatue und das Beten in den verschiedensten Muttersprachen der Teilnehmenden. 

Samstag, 07.03.2026:

An einem Tag ohne Raketenalarm appelliert Abt Nikodemus an uns alle, dass wir menschlich, empathisch und berührbar bleiben müssen. 

Freitag, 06.03.2026:

Nach einem etwas ruhigeren Tag teilt Abt Nikodemus mit, welche Psalme ihm heute im Gebet Kraft und Trost spenden konnten.

Donnerstag, 05.03.2026:

Abt Nikodemus will etwas Positives vom Krieg erzählen. Nach mehreren Alarmen sitzt er mit im Schutzraum des Hauses der Studierenden und berichtet vom guten interreligiösen Miteinander in einer solchen Ausnahmesituation. 

Mittwoch, 04.03.2026:

Die israelische Polizei lässt die Abtei schließen. Abt Nikodemus zrigt sich erschüttert, dass die Gesellschaft den Krieg im Nahen Osten wie ein Fußballmatch verfolgt.

Dienstag, 03.03.2026:

Abt Nikodemus Schnabel meldet sich aus der Krypta, die ebenso auch der Schutzraum der Abtei ist, und erzählt über die Dankbarkeit bei Gästen und Pilgern und beschreibt die Gemeinschaft beim gemeinsamen Beten.

Quelle:
DR

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