Das Theater Erfurt setzt mit Andrew Lloyd Webbers "Jesus Christ Superstar" auf eine Rock-Oper für die 33. Auflage der Domstufen-Festspiele in diesem Sommer. Vom 7. bis 30. August seien insgesamt 21 Vorstellungen geplant, teilte die Intendanz anlässlich der Präsentation des Stücks am Montag vor Ort mit.
Das Theater bringt damit nach 21 Jahren erneut Webbers ersten großen Broadway-Erfolg auf die Freiluftbühne vor dem Dom. Die Inszenierung übernimmt Peter Lund, das Bühnenbild gestaltet Hank Irwin Kittel, der nach 24 Jahren als Ausstattungsleiter am Haus verabschiedet wird.
Jesu Botschaft bleibt missverstanden
Erzählt werden in dem Stück die letzten sieben Tage im Leben Jesu in freier Anlehnung an die biblische Überlieferung. Regisseur Peter Lund versteht die Erfurter Inszenierung von "Jesus Christ Superstar" als Zeitreise von der biblischen Weihnachtsgeschichte bis zum amerikanischen Fernsehgottesdienst der Gegenwart.
Über zwei Jahrtausende hinweg blieb Jesu Botschaft von Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit jedoch missverstanden, manipuliert und missbraucht. In sieben überdimensionalen Bilderrahmen erzählt die Produktion daher auch von der fortdauernden Ausgrenzung von Minderheiten. Musikalisch setzt die Produktion den Angaben zufolge auf die Verbindung von Rock, Pop und klassischen Elementen.