Kampagne steigert Beteiligung an Pfarrgemeinderatswahlen in Bayern

Große Freude bei oberstem Laiengremium

Die gemeinsame Kampagne aller sieben Bistümer im Freistaat Bayern zur Pfarrgemeinderatswahl war erfolgreich. Es haben deutlich mehr Gläubige als vor vier Jahren abgestimmt. Rund 600.000 Menschen haben den Weg zur Wahlurne gesucht.

Symbolbild Pfarrgemeinderat / © Harald Oppitz (KNA)
Symbolbild Pfarrgemeinderat / © Harald Oppitz ( KNA )

Das entspricht, bei einem Auszählungsstand von 93 Prozent, einer Wahlbeteiligung von 14,31 Prozent, wie aus einer Analyse des Landeskomitees der Katholiken in Bayern hervorgeht. 

Damit konnte diese im bayernweiten Mittel um etwa 1,6 Prozentpunkte im Vergleich zu den Wahlen 2022 gesteigert werden. Insgesamt wurden laut den Angaben des obersten katholischen Laiengremiums im Freistaat 23.788 Mitglieder in die neuen Räte gewählt, darunter 16.377 Frauen und 7.411 Männer.

Bei der Wahlbeteiligung gibt es der Mitteilung zufolge eine neue Spitzenreiterin. Die Diözese Eichstätt erreichte 23,50 Prozent und steht damit erstmals besser da als die Diözese Würzburg mit 18,74 Prozent und die Erzdiözese München und Freising mit 17,03 Prozent. 

Wahlbeteiligung im zweistelligen Bereich

Bei den diesjährigen Wahlen erreichten alle sieben bayerischen Diözesen eine Wahlbeteiligung im zweistelligen Bereich. Dieser positive Trend ist nach Bewertung des Landeskomitees unter anderem der gemeinsamen Kampagne der bayerischen Diözesen mit einem einheitlichen Erscheinungsbild zu verdanken.

Volkswirt Christian Gärtner am 4. April 2025 in Passau
 / ©  Christoph Renzikowski (KNA)
Volkswirt Christian Gärtner am 4. April 2025 in Passau / © Christoph Renzikowski ( KNA )

In zwei Bistümern konnten die Gläubigen ihre Stimme auch online abgeben – in München und Freising sowie in Eichstätt. Beiden Bistümern sei es gelungen, die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2022 jeweils deutlich zu steigern: in Eichstätt liegt demnach das Plus bei 6,17 Prozent, in München und Freising bei 4,70 Prozent.

An diesem Beispiel werde deutlich, so der Landeskomitee-Vorsitzende Christian Gärtner, "was möglich ist, wenn alle Wahlberechtigten vorab mit einer Wahlbenachrichtigung informiert werden und ein niederschwelliger Zugang zur Stimmabgabe geschaffen wird".

Dank für Einsatz

Weiter sagte Gärtner, die Pfarrgemeinderatswahlen hätten auch dieses Mal wieder deutlich gezeigt: Allein in Bayern gebe es Tausende Frauen und Männer, denen ihre Kirche am Herzen liege und die bereit seien, viel Zeit und Engagement zu investieren. 

Der Vorsitzende dankte ihnen und auch den Haupt- und Ehrenamtlichen in den Diözesanräten, die durch ihren monatelangen Einsatz den Erfolg der Wahlen erst ermöglicht hätten. Mit neuem Slogan und frischen Bildern habe die bayernweite Kampagne unter dem Titel "Gemeinsam Gestalten – gefällt mir" auch über die kirchlich Engagierten hinaus viele Menschen erreicht und für Aufmerksamkeit gesorgt.

"Es ist gut, dass wir mit so einer Kampagne und dem demokratischen, basisbezogenen Element, das die Pfarrgemeinderatswahlen zweifellos in der katholischen Kirche darstellen, ein positives Zeichen setzen können und von der Gesellschaft wahrgenommen werden", ergänzte der Vorsitzende. 

"In einer Zeit, in der politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich und innerkirchlich die Herausforderungen groß sind, sind solche positiven Ausrufezeichen wichtig."

Quelle:
KNA