Erzbischof Lackner prangert "diabolischen Krieg" in der Ukraine an

"Blickt auf die Armen, die Verletzten, die Kinder!"

Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine hat der Salzburger Erzbischof Lackner zu weiterer Solidarität und Hilfe für die Menschen im Land aufgerufen. Er appellierte, trotz Zermürbung in die Kriegsgebiete zu sehen.

Die Kälte setzt den Menschen in der Ukraine extrem zu / © Mariia Savoskula/Johanniter Unfall Hilfe e.V./obs (dpa)
Die Kälte setzt den Menschen in der Ukraine extrem zu / © Mariia Savoskula/Johanniter Unfall Hilfe e.V./obs ( dpa )

Lackner sprach am Dienstagabend bei einem Ökumenischen Friedensgebet zum Jahrestag am 24. Februar von einem "diabolischen Krieg". "Es begegnen einem heute oft Zermürbung und Resignation, wenn von einer neuen, mörderischen Angriffswelle berichtet wird."

Dankbar für Hilfe und Gebete

An die Machthaber weltweit appellierte der Erzbischof: "Blickt nach Kiew, blickt nach Lemberg, nach Odessa, blickt auf die vielen zerstörten Städte, in den Donbass! Blickt auf die Not der Menschen, blickt auf die Armen, die Verletzten, die Kinder! Blickt auf ihre Tränen, blickt auf ihr Leid und richtet danach euer Handeln - denn was ihr ihnen tut, tut ihr dem, der euch richten wird."

Franz Lackner, Erzbischof von Salzburg und Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz / © Henning Klingen (KNA)
Franz Lackner, Erzbischof von Salzburg und Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz / © Henning Klingen ( KNA )

Dankbar für Hilfe und Gebete aus Österreich zeigte sich der Pfarrer der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde in Salzburg, P. Vitaliy Mykytyn: "Es gibt Menschen, die an uns denken, die helfen und für den Frieden beten." Er rief zudem dazu auf, für die zahlreichen Opfer des Krieges zu beten.

Quelle:
KNA