Papst Leo XIV. hat am Sonntagmorgen die katholische Pfarrei am römischen Hauptbahnhof Termini besucht und dort einen Gottesdienst gefeiert. In seiner Predigt ging er auf die besonderen Herausforderungen der Seelsorge im Umfeld eines Großstadtbahnhofs ein. "Auf engstem Raum treffen wir auf die Widersprüche unserer Zeit", so der Papst.
Pendler, Studenten der nahe gelegenen Universität, Migranten auf der Suche nach Arbeit und Obdachlose stellten die Pfarreiangehörigen vor besondere Aufgaben. Es gebe an diesem Ort viel Potenzial, aber auch viel Gewalt, es gebe den Wunsch nach ehrlicher Arbeit, daneben aber auch Drogen und Prostitution.
Hoffnungslicht in besonderem Umfeld
Den in der Pfarrei aktiven Seelsorgern, die dem Orden der Salesianer Don Boscos angehören, dankte er "für die unermüdliche Arbeit, die sie hier Tag für Tag leisten". Er ermutigte sie, an diesem besonderen Ort "eine kleine Flamme des Lichts und der Hoffnung zu sein".
Vor dem Gottesdienst traf der Papst unter anderem eine Gruppe von Obdachlosen, die von der Gemeinschaft Sant'Egidio mit Essen und sonstigem Lebensnotwendigen versorgt werden. Für den Papstbesuch am Sonntagmorgen musste der Auto- und Busverkehr rings um den Bahnhof Termini stundenlang großräumig gesperrt werden.