Papst Leo besucht die Pfarrei an Roms größtem Bahnhof Termini

Ein Ort mit Potenzial und Problemen

Eine halbe Million Reisende nutzen täglich den römischen Bahnhof Termini. Im Umfeld gibt es Licht und Schatten, auch Drogenhandel, Prostitution und Obdachlosigkeit. Der Papst hat die dortige Pfarrei besucht und Mut gemacht.

Papst Leo XIV. mit einer Seniorin / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. mit einer Seniorin / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Papst Leo XIV. hat am Sonntagmorgen die katholische Pfarrei am römischen Hauptbahnhof Termini besucht und dort einen Gottesdienst gefeiert. In seiner Predigt ging er auf die besonderen Herausforderungen der Seelsorge im Umfeld eines Großstadtbahnhofs ein. "Auf engstem Raum treffen wir auf die Widersprüche unserer Zeit", so der Papst.

Obdachlose im Bahnhof Termini in Rom. (KNA)
Obdachlose im Bahnhof Termini in Rom. / ( KNA )

Pendler, Studenten der nahe gelegenen Universität, Migranten auf der Suche nach Arbeit und Obdachlose stellten die Pfarreiangehörigen vor besondere Aufgaben. Es gebe an diesem Ort viel Potenzial, aber auch viel Gewalt, es gebe den Wunsch nach ehrlicher Arbeit, daneben aber auch Drogen und Prostitution.

Hoffnungslicht in besonderem Umfeld

Den in der Pfarrei aktiven Seelsorgern, die dem Orden der Salesianer Don Boscos angehören, dankte er "für die unermüdliche Arbeit, die sie hier Tag für Tag leisten". Er ermutigte sie, an diesem besonderen Ort "eine kleine Flamme des Lichts und der Hoffnung zu sein".

Vor dem Gottesdienst traf der Papst unter anderem eine Gruppe von Obdachlosen, die von der Gemeinschaft Sant'Egidio mit Essen und sonstigem Lebensnotwendigen versorgt werden. Für den Papstbesuch am Sonntagmorgen musste der Auto- und Busverkehr rings um den Bahnhof Termini stundenlang großräumig gesperrt werden.

Bistum Rom

Das Bistum Rom nimmt eine Sonderstellung ein: Es ist der Sitz des jeweils amtierenden Papstes, der gleichzeitig immer der Bischof von Rom ist. Ein päpstlicher Vikar, der das Bistum Rom für den Papst verwaltet, ist erstmals unter Innozenz III. 1198 bezeugt. 1558 bestimmte Papst Paul IV., dass der Vikar jeweils ein Kardinal sein muss.

Der Lateranpalast in Rom (Archivbild) / © Gerlinde Pfirsching (KNA)
Der Lateranpalast in Rom (Archivbild) / © Gerlinde Pfirsching ( KNA )
Quelle:
KNA