"Die unantastbare Menschenwürde ist die Grundlage unseres freiheitlichen Zusammenlebens und der Glutkern unseres christlichen Glaubens", erklärte Udo Markus Bentz am Mittwoch im Table-Media-Podcast "Table Today" in Berlin. Wer Positionen der AfD vertrete, der widerspreche im Zweifel solchen christlichen Grundsätzen.
Einzelfallentscheidungen?
Laut Bentz müssen sich Kirchengemeinden, in denen sich AfD-Mandatsträger engagieren, fragen, ob deren Ansichten mit denen der Kirche vereinbar sind. "Das sind Einzelfallentscheidungen, es braucht das intensive Gespräch. Das ist oft genug schwierig, aber es braucht klare Konsequenz", so der Erzbischof. Dabei sei es egal, wie die Parteivertreter sich in den Gemeinden einbrächten - im Gemeinderat, im Kirchenvorstand oder als Religionslehrer.
Die Wählerschaft der AfD nahm Bentz ausdrücklich von seiner Kritik aus. "Das Wahlgeheimnis ist etwas sehr Kostbares und ein hohes Gut in einer Demokratie. Wir müssen eher die Sorgen der Menschen aufnehmen und ernst nehmen."