Äbtissin des bayerischen Klosters Thyrnau gestorben

Ordensfrau, Pädagogin und Äbtissin

Als Ordensfrau, Pädagogin und Äbtissin wirkte Mechthild Bernart weit über ihr Kloster hinaus. Für ihr langjähriges Engagement vor allem bei der baulichen Erhaltung des Klosters erhielt sie 2024 den Bayerischen Verdienstorden.

Äbtissin Mechthild Bernart, bei der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens 2024, am 11. Juli 2024 in der Münchner Residenz in München / © Benedikt Heider (KNA)
Äbtissin Mechthild Bernart, bei der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens 2024, am 11. Juli 2024 in der Münchner Residenz in München / © Benedikt Heider ( KNA )

Mechthild Bernart ist tot. Die Äbtissin des bayerischen Zisterzienserklosters Rathausen-Thyrnau bei Passau ist am Dienstag im Alter von 77 Jahren gestorben, wie ihre Klostergemeinschaft mitteilte. 

Seit 1992 stand Bernart der Schwesterngemeinschaft als Priorin vor. 2002 wurde sie zur Äbtissin gewählt.

Promovierte Sonderpädagogin

Die aus Helmstedt stammende Ordensfrau studierte in Nordrhein-Westfalen Sonderpädagogik und promovierte in diesem Fach. 1978 trat sie ins Kloster Thyrnau ein. Für ihr langjähriges Engagement, insbesondere bei der baulichen Erhaltung des Klosters sowie in der Fahnen- und Paramentenstickerei, wurde Bernart 2024 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Zisterzienser und Trappisten

Die Zisterzienser gehören zu den strengsten Orden der katholischen Kirche. Benannt ist der benediktinische Reformorden nach dem 1098 gegründeten Kloster Citeaux bei Dijon. Die hierarchisch-feudale Gliederung unter ein Mutterkloster wie Cluny lehnten die Zisterzienser ab; jedes Kloster ist völlig selbstständig.

Die Betonung von Handarbeit, Bodenkultur, Rodung und Landwirtschaft gaben dem Orden nicht zuletzt eine große Bedeutung bei der deutschen Ostsiedlung. Ortsbezeichnungen wie "-roda" oder "-rod" (Volkenroda, Himmerod) deuten oft auf Zisterzienser-Gründungen hin.

Zisterzienser-Mönche: Die Trappisten sind aus ihnen hervorgegangen / ©  Katharina Ebel (KNA)
Zisterzienser-Mönche: Die Trappisten sind aus ihnen hervorgegangen / © Katharina Ebel ( KNA )
Quelle:
KNA