Erzbistum Wien warnt vor Betrug im Namen von Kardinal Schönborn

Werbung für dubiose Produkte

Es finden immer mehr Online-Betrugsversuche mit dem Namen von Kardinal Christoph Schönborn statt. Die Kirche warnt vor Fake-Profilen, KI-generierten Videos und dubiosen Links. Für Betroffene gibt es nützliche Tipps.

Symbolbild Mann mit einem Smartphone / © Naturbursche (shutterstock)
Symbolbild Mann mit einem Smartphone / © Naturbursche ( shutterstock )

Das Erzbistum Wien warnt vor gefälschten Online-Profilen, Fake-Videos und betrügerischen Nachrichten im Namen von Kardinal Christoph Schönborn. 

In den vergangenen Wochen seien zahlreiche Fake-Accounts von Schönborn aufgetaucht – auf Instagram, Facebook, Telegram. Zudem gebe es KI-generierte Youtube-Videos. "Menschen erhalten vermeintlich persönliche Nachrichten des Kardinals, in Werbeclips wirbt er angeblich für dubiose Produkte. All das ist gefälscht", teilte die Erzdiözese am Dienstag mit.

Kardinal Christoph Schönborn / © Stephan Schönlaub (Erzdiözese Wien)

Schönborn nutzt keine sozialen Medien

Der ehemalige Erzbischof von Wien nutze selbst keine sozialen Medien und keine Messenger-Dienste, hieß es. Seine offiziellen Accounts auf Facebook, Instagram, X und Bluesky würden in seinem Auftrag von einer Redaktion betreut. Jede persönliche Nachricht, die scheinbar von ihm stamme, sei immer ein Betrugsversuch.

Typische Warnsignale seien neu angelegte oder inhaltsarme Profile, auffällige KI-Videos, persönliche Anreden ohne Zusammenhang und Bitten, auf Links zu klicken. "Wer eine solche Nachricht erhält, sollte sofort vorsichtig sein", so die Warnung des Erzbistums. Im Falle eines entdeckten Betrugsversuchs unter dem Namen des Kardinals wird geraten, keine angefügten Links anzuklicken und nicht zu antworten. Zudem wird empfohlen, den Vorfall bei der jeweiligen Plattform und dem Erzbistum zu melden.

Christoph Schönborn OP

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn war 30 Jahre lang Erzbischof von Wien. Geboren am 22. Januar 1945 in Skalken (Skalsko), Böhmen, flohen er, sein Bruder und seine Mutter noch im gleichen Jahr nach Niederösterreich. Aufgewachsen sind sie dann in der Region Vorarlberg. Nach dem Abitur trat er 1963 in den Dominikanerorden ein.

Er studierte Theologie und Philosophie in Walberberg, zwischen Köln und Bonn, und setzte seine Studien auch in Wien und Paris fort. Er wurde am 27. Dezember 1970 in der Wiener Dominikanerkirche zum Priester geweiht.

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn / © Cristian Gennari (KNA)
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn / © Cristian Gennari ( KNA )
Quelle:
KNA