Papst Leo XIV. trifft KI-Unternehmer Aidan Gomez

Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz

Auch eine alte Institution wie die katholische Kirche beschäftigt sich mit technischem Fortschritt. Leo XIV. soll gar ein eigenes Schreiben zu Künstlicher Intelligenz verfassen. Dazu passt die Audienz mit einem KI-Profi.

Symbolbild Künstliche Intelligenz / © Willyam Bradberry (shutterstock)
Symbolbild Künstliche Intelligenz / © Willyam Bradberry ( shutterstock )

Papst Leo XIV. hat am Samstag den kanadischen KI-Unternehmer Aidan Gomez in Privataudienz empfangen. Das teilte der Vatikan ohne weitere Angaben mit. Gomez ist Mitbegründer und Geschäftsführer der amerikanischen Tech-Firma Cohere, die auf KI-Lösungen für Unternehmen spezialisiert ist. Das erste große Lehrschreiben Leos XIV., eine Enzyklika, könnte dem Vernehmen nach die Herausforderungen der Menschheit durch die Künstliche Intelligenz zum Thema haben.

Papst Leo XIV. spricht bei der Generalaudienz am 28. Januar 2026 in der Audienzhalle im Vatikan / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Leo XIV. spricht bei der Generalaudienz am 28. Januar 2026 in der Audienzhalle im Vatikan / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Bereits seit Jahren beschäftigt den Vatikan der Umgang mit dieser Technologie. Leo XIV. wie auch sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) lobten zwar stets die Chancen von KI, mahnten aber vor allem die Risiken an. Im Jahr 2020 veröffentlichte der Vatikan den "Rome Call for AI Ethics" ("Römischer Aufruf für KI-Ethik"), dem bereits Microsoft, IBM, Cisco, die UN-Ernährungsorganisation FAO, Vertreter der italienischen Regierung sowie mehrere Religionsgemeinschaften beitraten.

Die Unterzeichner des "Rome Call" verpflichten sich, im Umgang mit Künstlicher Intelligenz bestimmte Grundsätze zu befolgen: Transparenz, Inklusion, Rechenschaftspflicht, Unparteilichkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Datenschutz.

Was ist Künstliche Intelligenz?

Der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) wurde vor mehr als 60 Jahren geprägt durch den US-Informatiker John McCarthy. Er stellte einen Antrag für ein Forschungsprojekt zu Maschinen, die Schach spielten, mathematische Probleme lösten und selbstständig lernten. Im Sommer 1956 stellte er seine Erkenntnisse anderen Wissenschaftlern vor. Der britische Mathematiker Alan Turing hatte sechs Jahre zuvor bereits den "Turing Test" entwickelt, der bestimmen kann, ob das Gegenüber ein Mensch ist oder eine Maschine, die sich als Mensch ausgibt.

Symbolbild Künstliche Intelligenz / © maxuser (shutterstock)
Symbolbild Künstliche Intelligenz / © maxuser ( shutterstock )
Quelle:
KNA