Komponist Jennefelt gewinnt Preis der Europäischen Kirchenmusik

Neues Werk "In der Nähe"

Facettenreich, einfühlsam, klar. So würdigt die Jury des Preises der Europäischen Kirchenmusik die Musik von Thomas Jennefelt. Beim Kirchenmusikfestival in Schwäbisch Gmünd wird sein neuestes Werk uraufgeführt.

Symbolbild Junge Chorsänger in der Kirche / © Nicolas Ottersbach (DR)
Symbolbild Junge Chorsänger in der Kirche / © Nicolas Ottersbach ( DR )

Der schwedische Komponist Thomas Jennefelt wird mit dem Preis der Europäischen Kirchenmusik 2026 ausgezeichnet. In ihrer Entscheidung würdigte die Jury Jennefelts facettenreiche, einfühlsame und zugleich nach Einfachheit strebende Chormusik. 

Der Komponist wird die mit 5.000 Euro verbundene Auszeichnung im Rahmen des Festivals Europäische Kirchenmusik am 23. Juli in Schwäbisch Gmünd erhalten, wie die Stadt, die den Preis vergibt, am Donnerstag mitteilte. Dann wird auch seine neue Komposition "In der Nähe" uraufgeführt.

Jennefelts vielfältige Kompositionen seien voller spiritueller Bezüge, betonte die Jury. Beim Festival soll auch seine Komposition "Dixit Dominus" mit Bezügen zu Georg Friedrich Händel zu hören sein.

Ängstliche Kreatur und Warnung an die Reichen

Jennefelt, der in Stockholm lebt und arbeitet, schuf auch im Auftrag der evangelischen Kirche in Deutschland das Musiktheater-Stück "Paulus – das ängstliche Harren der Kreatur". Der 1954 geborene Musiker ist vielfach ausgezeichnet und Vizepräsident der Königlich Schwedischen Musikakademie. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Warning to the Rich" und "O Domine".

Der Preis der Europäischen Kirchenmusik wird seit 1999 vergeben. Preisträger sind unter anderen Arvo Pärt, Krzysztof Penderecki, Wolfgang Rihm, John Tavener, Helmuth Rilling und Clytus Gottwald.

Das 38. Festival Europäische Kirchenmusik läuft vom 17. Juli bis 9. August und steht unter dem Leitwort "Balance". 

Quelle:
KNA