Kenianischer Erzbischof erhält einen Unterstützer

Steht ein Wechsel bevor?

Der Vatikan stellt die Weichen für einen möglichen Wechsel im kenianischen Erzbistum Mombasa. Erzbischof Martin Kivuva Musonde erhält nun die Unterstützung eines jüngeren Bischofs. Der könnte ihm bald auch im Amt nachfolgen.

Martin Kivuva Musonde / © Renardo Schlegelmilch (DR)
Martin Kivuva Musonde / © Renardo Schlegelmilch ( DR )

Steht bald ein Wechsel im kenianischen Erzbistum Mombasa bevor? Am Mittwoch ernannte Papst Leo XIV. einen Helfer mit Nachfolgerecht für Erzbischof Martin Kivuva Musonde (73). Das Amt des Koadjutors übernimmt Dominic Kimengich (64), bislang Bischof von Eldoret im Westen Kenias. 

Er unterstützt Musonde nun bei der Leitung der Erzdiözese mit gut 395.000 Katholiken. Den Anlass seiner Einsetzung gab der Vatikan nicht bekannt.

Leitet Erzbistum seit 2015

Wird Mombasas Bischofsstuhl frei, könnte Kimengich die Nachfolge antreten. Mit 75 Jahren muss ein Bistumsleiter dem Papst seinen Rücktritt anbieten. Der bald 74-jährige Musonde (10. Februar) leitet das Erzbistum im Südosten von Kenia seit 2015. Zuvor war er Bischof von Machakos. Von 2021 bis 2024 stand er der Kenianischen Bischofskonferenz (KCCB) vor.

Koadjutor und Bischofskoadjutor

Der Begriff "Koadjutor" kommt vom lateinischen "coadiutor" und bedeutet "Mitgehilfe". In der katholischen Kirche vertritt der Koadjutor den eigentlichen Stelleninhaber, wenn dieser zur Erfüllung seiner Aufgaben z.B. durch Krankheit verhindert ist. Zudem regelt das Kirchenrecht eine mögliche Nachfolge eines Bischofs durch seinen Koadjutor: "Bei Vakanz des bischöflichen Stuhls wird der Bischofskoadjutor sofort Bischof der Diözese, für die er bestellt worden war, sofern er rechtmäßig Besitz ergriffen hat.", Can. 409 § 1. (duden.de/CIC)

Gesetzbuch des katholischen Kirchenrechts / © Harald Oppitz (KNA)
Gesetzbuch des katholischen Kirchenrechts / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA