Sonntag der Weltmission 2026

Antananarivo in Madagaskar / © Dennis van de Water (shutterstock)
Antananarivo in Madagaskar / © Dennis van de Water ( shutterstock )

Der Monat der Weltmission ist die größte Solidaritätsaktion der Katholikinnen und Katholiken weltweit und findet traditionell im Oktober statt. Im Mittelpunkt steht im Jahr 2026 Madagaskar.

Im Weltmissionsmonat Oktober hat missio München im Jahr 2026 Projektpartnerinnen und Projektpartner aus Madagaskar zu Gast, die in den bayerischen (Erz-)Diözesen und im Bistum Speyer über die Arbeit der Kirche in ihrer Heimat berichten - ein starkes Hoffnungszeichen! In Materialien und Praxisimpulsen stellt missio München eine Kirche vor, die Verantwortung übernimmt. Höhepunkt der Aktionen ist der Sonntag der Weltmission am 25. Oktober, der in diesem Jahr unter dem Leitwort "Sei mutig und stark" (Josua 1,6) steht. Die zentralen Festlichkeiten werden vom Bistum Regensburg ausgerichtet.

Die Kirche in Madagaskar

Madagaskar, die viertgrößte Insel der Welt, ist ein Land von atemberaubender Schönheit und außergewöhnlicher Biodiversität. Doch hinter der Fassade verbirgt sich eine tiefe gesellschaftliche und wirtschaftliche Not. Korruption und staatliche Untätigkeit haben zu enormer struktureller Schwäche geführt und einen Großteil der Bevölkerung unter die Armutsgrenze gedrückt. Die Kirche füllt die klaffende Lücke und übernimmt einen Großteil der staatlichen Aufgaben.

Trotz Wirtschaftswachstum und natürlicher Ressourcen leben über 75 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Viele Kinder haben keinen Zugang zu Schulbildung, was ihre Zukunftsaussichten stark einschränkt. Der Inselstaat gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern. Unter klimatischen Extrembedingungen wie Dürren und Zyklone leidet die Landwirtschaft. Die Infrastruktur ist marode, was den Zugang zu Märkten und die wirtschaftliche Entwicklung behindert.

100 Jahre Weltmissionssonntag

Vor 100 Jahren wurde der Weltmissionssonntag ins Leben gerufen. Seit seiner Einführung am 14. Juni 1926 durch Papst Pius XI. engagieren sich Katholikinnen und Katholiken weltweit für die Kirche in den ärmsten Bistümern. Der Weltmissionssonntag verbindet Menschen über Länder und Kontinente hinweg. Er steht für gelebte Solidarität und einen Glauben, der handelt.